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Weltweit

Wulff ist neuer Bundespräsident

Hon Gre
30. Juni 2010 18:08 Uhr
745 Kommentare
Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff ist im dritten Wahlgang von der Bundesversammlung zum Bundespräsidenten gewählt worden.

umfrage

Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff ist im dritten Wahlgang zum Bundespräsidenten gewählt worden. Wulff erhielt 625 Stimmen und erreichte damit die erforderliche einfache Mehrheit. In den ersten beiden Wahlgängen hatte er mit 600 und 615 Stimmen die absolute Mehrheit von 623 Stimmen verpasst. Der Kandidat von SPD und Grünen, Joachim Gauck, kam im dritten Wahlgang auf 494 Stimmen. Zuvor hatte er noch 499 und 490 Stimmen bekommen. Zwei Stimmen waren im dritten Wahlgang ungültig, 121 Wahlmänner enthielten sich ihrer Stimme. Offenbar verließen zwischenzeitlich mehrere Wahlberechtigte die Bundesversammlung. Von 1.244 Mitgliedern gaben im ersten Wahlgang 1.242 Wahlberechtigte ihre Stimme ab, im zweiten Wahlgang 1.239, im dritten 1242. Bisher wurden nur zwei der neun Bundespräsidenten im dritten Wahlgang gewählt. Dabei handelte es sich im Jahr 1969 und Gustav Heinemann und 1994 um Roman Herzog.

Zuvor war Wulff mehrfach gescheitert
Wulff erhielt im zweiten Wahlgang 615 von 1.239 abgegebenen Stimmen in der Bundesversammlung und verpasste damit die absolute Mehrheit erneut. Im ersten Wahlgang hatte Wulff nur 600 Stimmen bekommen. Der Kandidat von SPD und Grünen, Joachim Gauck, kam im zweiten Wahlgang auf 490 Stimmen.
Zuvor hatte er noch 499 Stimmen bekommen. Linkspartei-Kandidatin Lukrezia Jochimsen bekam 123 Stimmen (126 Stimmen), der NPD-Kandidat Frank Rennicke kam erneut auf drei Stimmen. Im zweiten Wahlgang war wieder eine Stimme ungültig, anstatt 13 enthielten sich nur noch 7 Wahlmänner. Im dritten Wahlgang reicht die einfache Mehrheit zur Wahl des Bundespräsidenten. Dieser soll ab etwa 18:15 Uhr beginnen.

Lukrezia Jochimsen von der Linkspartei wird nicht im dritten Wahlgang antreten, so die dts-nachrichtenagentur.

Wulff war bereits im ersten Wahlgang gescheitert

Die Linkspartei hatte der SPD bei den Beratungen vor einem dritten Wahlgang den ehemaligen Bundesumweltminister Klaus Töpfer als gemeinsamen Kandidaten vorgeschlagen. Nach Informationen der Bild wurde dieser Vorschlag von Seiten der Linken bei den gemeinsamen Beratungen vor dem Wahlgang gemacht. Zuvor hatte Linkspartei-Chefin Gesine Lötzsch bereits öffentlich über einen gemeinsamen unabhängigen Kandidaten gesprochen. Zu Beginn des dritten Wahlgangs hatte die Kandidatin der Linken, Lukrezia Jochimsen, ihre Kandidatur zurückgezogen.


Textquellen: © dts
Bildquelle: © commons.wikimedia.org/Pujanak
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9. Februar 2012 00:00 Uhr