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Weltweit

Wette verhindert SPD-Präsidiumssitzung

Steffen Presse
10. Juli 2010 19:00 Uhr
73 Kommentare
Während der Bundesversammlung, die den neuen Bundespräsidenten Christian Wulff wählte, kam es anscheinend zu einer kuriosen Wette zwischen SPD-Chef Gabriel und dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Steinmeier: Im Falle eines dritten Wahlgang sollte die nächste Präsidiumssitzung ausfallen!
Verlorene Wette bedeutete Absage der Sitzung
Die SPD hat eine geplante Klausursitzung des Präsidiums angeblich abgesagt, weil Parteichef Sigmar Gabriel eine Wette gegen den Fraktionsvorsitzenden Frank-Walter Steinmeier verloren hat. Das berichtet das Nachrichten-Magazin "Der Spiegel" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Ursprünglich wollte sich die SPD-Spitze danach am vorvergangenen Wochenende in Potsdam treffen. Doch kurz zuvor ließ Parteichef Gabriel den Termin stornieren.


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Gabriel glaubte nicht an dritten Wahlgang für Wulff - und verlor
Grund für die Absage war eine Wette des SPD-Führungsduos während der jüngsten Bundesversammlung, die den neuen Bundespräsidenten zu wählen hatte. Noch bevor die Stimmen aus dem zweiten Wahlgang ausgezählt waren, gab sich Steinmeier überzeugt, dass der Regierungskandidat Christian Wulff wieder die erforderliche Mehrheit verfehle, es also einen dritten Wahlgang geben werde. Gabriel hingegen rechnete nicht mit einem weiteren Wahlgang. Er und Steinmeier, der ebenso wie weitere Mitglieder der engsten Führung wenig Lust auf den sonntäglichen Termin vor der Sommerpause hatte, besiegelten daraufhin noch im Plenum per Handschlag ihre Wette: Gebe es einen dritten Wahlgang, werde die Klausur abgesagt. So kam es.

SPD-Chef nutzte die Zeit
Gabriel allerdings hielt das nicht von politischer Arbeit ab: Im kleinen Kreis, mit Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig und dem Europaabgeordneten Martin Schulz, traf er sich im Willy-Brandt-Haus, um strategische Fragen der kommenden Monate zu besprechen.
Textquellen: © dts
Bildquelle: © commons.wikimedia.org / Charvosi
3. September 2010 17:39 Uhr