login
 
profil
 
neues von...
 
antworten auf...
 
leserschaft
 
einstellungen
 
artikel schreiben
 
Weltweit

Vor dem Feuer: Vater tötet Familie

Hon Gre
30. Januar 2012 17:05 Uhr
100 Kommentare
Nach dem Wohnungsbrand mit vier Toten im nordrhein-westfälischen Langenfeld vom vergangenen Freitag geht die Polizei davon aus, dass der Vater seine Familie vor Ausbruch des Feuers getötet hat. Zudem hinterlässt er einen fast heroischen Abschiedsbrief.
Mord in zwei Etappen
Wie die Behörden mitteilten, wurden die 33-jährige Mutter und ihre neun Monate alte Tochter von dem Mann in der Zeit von Mittwoch auf Donnerstag und der fünfjährige Sohn in der darauf folgenden Nacht getötet. Alle drei Personen seien zunächst mit Chloroform betäubt und anschließend erstickt worden.



Egozentrischer Abschied
Den Brand legte der 34-jährige Familienvater in einer Abstellkammer der Drei-Zimmerwohnung, vor deren Tür legte er zudem leicht brennbares Material ab, so dass das Feuer sich über die gesamte Wohnung ausdehnen konnte. In seinem PKW fanden die Ermittler einen Hinweis auf einen Abschiedsbrief auf seiner Homepage. In diesem beschreibt er, dass er seine Familie davor bewahren wollte, ein schlechtes Leben zu führen. Er gab an, dass jeder mal sterben müsse und er diesen Prozess nun eben beschleunigt hätte.
Auszug aus dem Brief:
„Vielleicht hätte es eine andere Möglichkeit gegeben. Aber dann hätte ich meiner Frau die ganze Wahrheit über mich und unsere Situation beichten müssen... Ich habe mein Unternehmen zu einer gewaltigen Lügenblase aufgebläht, welche kurz davor steht zu platzen... Ich hätte sie verloren. Ich hätte sie und alles, was ich liebe, verloren und stünde im Scherbenhaufen meines Lebens... Dies mögen viele nicht verstehen, denn so habe ich sie auch verloren. Ja, aber im Wissen, dass sie mich lieben.“
Textquellen: © dts
Bildquelle: © stock.xchng, © piqs.de/ foreverdreaming
autor
24. Mai 2012 02:33 Uhr