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Weltweit

Verzicht auf Zivis kostet Millionen

J. N. H.
15. August 2010 16:52 Uhr
206 Kommentare
Um bei einer Abschaffung der Wehrpflicht den Wegfall Zivildienstleistender im sozialen Sektor auszugleichen, sind nach Berechnungen von Wohlfahrtsexperten mehr als 200 Millionen Euro pro Jahr nötig.
Ausbau des Freiwilligen Sozialen Jahres würde bis zu 100 Mio. Euro kosten
Wie das Nachrichtenmagazin Focus meldet, sind nach Schätzungen des zuständigen Abteilungsleiters beim Paritätischen Gesamtverband, Thomas Niermann, allein für den dann notwendigen Ausbau des Freiwilligen Sozialen Jahres von heute 30.000 auf 60.000 Teilnehmer 80 bis 100 Millionen Euro nötig. Hinzu kämen weitere Freiwilligendienste.

Reaktion der jungen Erwachsenen ist fraglich
Da zurzeit aber schon 450 Millionen Euro pro Jahr in den Zivildienst flössen, sei dessen Abschaffung "für den Bundesfinanzminister immer noch ein gutes Geschäft", so Niermann. Freilich müsste auch die Werbung für soziales Engagement steigen und es bliebe ungewiss, wie viele junge Menschen sich noch darauf einließen.

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Mehr als 60.000 Zivis müssten ersetzt werden
Mehr als 60.000 Zivis wären zu ersetzen, die im Durchschnitt dieses Jahres noch im Einsatz sind. Fast die Hälfte von ihnen arbeitet in der Pflegehilfe und in Betreuungsdiensten. Wollte man sie allein in diesem Sektor durch reguläre Kräfte der untersten Bezahlungs- und Qualifikationsstufe ersetzen, wie es die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di fordert, ergäbe das ein Gehaltsvolumen von jährlich rund 500 Millionen Euro.
Textquellen: © dts
Bildquelle: © flickr.com/vizzzual-dot-com, © stock.xchng
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24. Mai 2012 02:29 Uhr