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Weltweit

Verbindungsbüro der Taliban in Katar

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5. Januar 2012 13:24 Uhr
11 Kommentare
Die Taliban wollen ein Verbindungsbüro zur Führung von Friedensverhandlungen in Katar errichten. Die Kampfhandlungen wollen sie deswegen aber nicht einstellen.
Verbindungsbüro in Katar
Die radikalislamischen Taliban sind offenbar zu Friedensverhandlungen mit dem Westen bereit. Dazu soll ein Büro im Golfstaat Katar eingerichtet werden. Das berichtet spiegel.de unter Berufung auf die Internetseite Stimme des Dschihad. Über die Internetseite wurde verkündet, dass man bereit sei ein eigenes Büro im Ausland zu unterhalten. Es habe "erste Einigung" und "vorbereitende Gespräche" mit allen Beteiligten gegeben. Es gab jedoch keine Äußerung über das Eröffnungsdatum.

Kein Ende des Dschihad
Der Talibansprecher Sabiullah Mudschahid sagte jedoch, dass dies nicht das Ende des "heiligen Kampfes gegen die Invasoren" sei. "Wir werden unsere Militäraktionen nicht einstellen, auch wenn wir ein Büro in Katar eröffnen", erklärte er weiter.
Laut der Erklärung im Internet sind die Freilassung von bestimmten Guantanamo-Häftlingen und der Abzug aller ausländischen Truppen Bedingungen für die Aufnahme von Gesprächen.


Einrichtung eines Büros schon länger im Gespräch
Bereits 2010 hatte der afghanische Präsident Hamid Karzai die Eröffnung eines solchen Büros gefordert, um Friedensgespräche zu erleichtern. Die Idee werde von Deutschland und den USA unterstützt, heißt es aus Diplomatenkreisen. Auch schlug Karzai vor ein solches Büro auch in Afghanistan einzurichten.

Blutiger Kampf in Afghanistan
Seit das Taliban-Regime 2001 gestürzt wurden, liefern sie sich heftige Kampfhandlungen mit ausländischen und afghanischen Truppen. Immer wieder kommt es zu blutigen Gefechten und Sprengstoffanschlägen. Im Jahr 2010 wurden dabei laut tagesschau.de 2.777 Zivilisten getötet. Dreiviertel davon wurden durch Aufständische verursacht. Auch in Nordafghanistan, dem Einsatzgebiet der Bundeswehr, kommt es immer häufiger zu tödlichen Anschlägen und Gefechten.
Bildquelle: © commons.wikimedia.org/The World Factbook, © commons.wikimedia.org/U.S. Army photo by Staff Sgt. Justin Holley
redakteur
24. Mai 2012 02:28 Uhr