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Weltweit

Überraschungen bei Parteimitgliedern

Nicole Wohlfarth
30. Dezember 2009 11:52 Uhr
459 Kommentare
Die fünf größten deutschen Parteien haben ihre Mitgliederzahlen vorgelegt. Dabei gab es einige Überraschungen.
Wie im Vorjahr ist die CDU als mitgliederstärkste Partei zu verzeichnen und das, obwohl sie nicht mehr wächst. Im vergangen Jahr hat die CDU erneut Mitglieder verloren und zwar 6000. Gleich hinter der CDU, rangiert die SPD mit einer Beitragszahlerzahl von 513.340. Die Genossen schrumpfen mit einer Austrittszahl von 9300 allerdings noch stärker als die Christdemokraten.

Mitgliederzahlen November 2009

CDU: 522.944 Mitglieder - 6000

SPD: 513.340 Mitglieder - 9300

FDP: 71.996 Mitglieder + 6396

LINKE: 77.645 Mitglieder + 1677

Grüne: 48.163 MItglieder + 3051
Wie stern.de berichtete, wachsen dafür die eigentlichen "Zwerge" unter den Parteien: Grüne, FDP und LINKE. Die größte Eintrittswelle verzeichnet die FDP, bei der 6396 Menschen eingetreten sind. Somit haben die Lieberalen jetzt 71.996 Mitglieder. Den Grünen ist es ähnlich ergangen, auch hier gab es eine unerwartet hohe Anzahl neuer Parteimitglieder. Mit insgesamt 48.163 Menschen sind die Grünen die fünftstärkste politische Partei Deutschlands. Neu kamen im Jahr 2009 3051 Beitragszahler hinzu. Grüne und FDP haben somit einen Rekordzulauf erreicht. Die Liberalen begründen dies mit einem gesteigerten Vertrauen in liberale Politik, die Grünen sprechen hingegen von gezielt gewählter Opposition.

umfrage

Interessant ist ebenfalls die Entwicklung bei der LINKEN: als drittstärkste bundesdeutsche Partei wächst sie auch. Überraschend ist dabei der Zuwachs in den alten Bundesländern: 1677 Menschen besitzen jetzt ein Parteibuch der LINKEN. Während die Partei im Osten beständig kleiner wird, haben sich die Mitgliederzahlen in Nordrhein- Westfalen seit 2006 verdoppelt.
9. Februar 2012 01:17 Uhr