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Weltweit

Slowakei verweigert Griechenland-Hilfe

Lukas F.
22. August 2010 12:05 Uhr
290 Kommentare
Das jüngste EU-Land, die Slowakei, hat sich vom Rettungspaket für Griechenland losgesagt. Das Parlament in Bratislava lehnt die EU-Unterstützung schon aus Prinzip ab und muss sich nun auf starke Kritik einstellen..
Als bisher einziges EU-Land weigert sich die Slowakei am Rettungspaket für Griechenland teilzunehmen, so focus.de. Seitens der slowakischen Regierung sei es nämlich nicht in Ordnung, dass die arme Slowakei an das eigentlich reichere Griechenland zahlen solle. Seitens der EU-Kommission sicherte man Griechenland eine finanzielle Unterstützung von 110 Milliarden Euro zu. Während der deutsche Anteil, laut taz.de, bei 8,4 Milliarden Euro liegt, soll die Slowakei 800 Millionen Euro an Griechenland zahlen.

Iveta Radicova

Aufgrund der verweigerten Hilfe der Slowaken, spricht der EU-Währungskommissar Olli Rehn gegenüber zeit.de von einem Solidaritätsbruch, da man gemeinsam entschieden hätte Griechenland zu unterstützen.

Dem zu Grunde liegt ein Premierwechsel der Slowaken, welcher zwischen den EU-Verhandlungen und jetzt vollzogen wurde. Während die Griechenlandunterstützung vom damaligen Premier Robert Fico befürwortet wurde, weigert sich die amtierende Premnierministerin Iveta Radicova dem nachzukommen. Auch das Parlament habe dem zugestimmt.

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Nun sei laut ftd.de mit heftiger Kritik von Angela Merkel zu rechnen, welche bei ihrem Staatsbesuch am 25. August mit Radicova über das Thema sprechen möchte. Steffen Seibert, Regierungssprecher, betonte, dass die Bundesregierung die Entscheidung der Slowakei sehr bedauere.

Die slowakische Bevölkerung steht indess hinter der Entscheidung des Parlaments. Nachdem das Land bis 1998 selbst in einer Finanzkrise steckte, wurden harte Reformen zur Stabilisierung eingeführt. Damals habe auch keiner geholfen, so Radicova. Daher könne sie es der Bevölkerung nicht zumuten eine größere Summe an die Griechen zu zahlen.
Bildquelle: © stock.xchng, © flickr.com/ Moja prezidentka Iveta Radičová, © flickr.com/ Moja prezidentka Iveta Radičová
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24. Mai 2012 02:11 Uhr