Weltweit
Sigmar Gabriels Urteil
Nicole Wohlfarth
22. Oktober 2009 13:38 Uhr
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Sigmar Gabriel, angehender SPD- Chef, hat ein vernichtendes Urteil über die Lage seiner Partei geäußert.
Laut der Zeit forderte Gabriel grundlegende Reformen und deutet an, dass die
SPD auch 2013, zur nächsten Bundestagswahl, völlig chancenlos sein könnte. Schuld an der desolaten Lage, seien seine Vorgänger, die innerparteiliche Mitsprache nicht oder kaum zugelassen hätten. Heute sei die SPD eine Partei: "in der die Mitglieder meist zu Förder-Mitgliedern degradiert wurden: ohne jeden wirklichen Einfluss, ohne wirkliche Meinungsbildung von unten nach oben". Dies will Gabriel schnellstmöglich ändern.
Mit der jetzt beginnenden Umstrukturierung der SPD, will Gabriel der nachfolgenden Generation von Sozialdemokraten eine neue Chance geben. Bei wichtigen Entscheidungen spricht Gabriel im Zuge des SPD- Umbaus sogar von Urabstimmungen. Jetzt seien die SPD- Kreis und Ortsverbände gefordert, an Entscheidungen dauerhaft mitzuwirken und sich aktiv einzubringen. In der SPD- Zentrale, dem Willy-Brand- Haus, wusste man nichts von dem Schrieben Gabriels und ist laut Zeit auch nicht erfreut darüber.
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Bildquelle: © flickr.com/photos/spdnds/
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