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Weltweit

Roboter erkundet Cheops-Pyramide

Lukas F.
19. August 2010 12:12 Uhr
178 Kommentare
Ein britisches Archäologenteam erkundete kürzlich mithilfe einer Roboter-Konstruktion die Seelenschächte der Cheops-Pyramide von Gizeh (Ägypten). Nun stehen die Forscher vor einem neuen Rätsel.
Schon 1993 entdeckte der deutsche Ingenieur Rudolf Gantenbrink eine bis dahin geheime Tür in der "Königskammer" im Inneren der Cheops-Pyramide. Erst 2002 wurden diesbezüglich Nachforschungen im Nordschacht angestellt, welche medial verfolgt werden konnten. So fand man zwei Türen, einen geheimen versiegelten Durchgang sowie hohle Zwischenräume.

Erst jetzt konnte, dank fortschrittlicher Technik, ein Roboter gebaut werden, der den 20 mal 20 Zentimeter breiten Schacht durchfahren konnte. Am Ende fand das Gefährt eine 45 Zentimeter tiefe Hohlkammer und eine verschlossene, versiegelte Kalksteintür. Der Leipziger Ägyptologe Frank Steinmann bezeichnete die Entdeckung als "Luftnummer", so spiegel.de. Er habe auch nichts anderes erwartet, da die Entfernung zur Außenmauer nur dreizehn Meter betrage. Folglich könne man hier nichts wichtiges mehr entdecken und schon gar keine Grabkammer. Auch der Direktor des "Ägyptischen Museums Berlin" fand eher unfreundliche Worte. Es sei ein normaler Kalksteinblock gefunden worden und alle seien hinters Licht geführt worden.

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Hingegen zeigte sich Ägyptens Chefarchäologe Zahi Hawwas begeistert, da er die Entdeckung als wichtigen Fund ansieht. Auch Prof. Hartwig Altenmüller, Hamburger Archäologe, glaubt an eine größere Entdeckung. Der Professor mutmaßt, es könnten sich hinter den verschlossenen Schächten sogenannte „Seelenschächte“ befinden, aus denen die Seele des Pharaos Cheops nach ägyptischem Glauben nach draußen gelangen konnte. Weiterhin könne es sich um Luftschächte für die Arbeiter in der Pyramide handeln. Frühstens in ein paar Monaten wolle man tiefer in die Schächte vordringen, so Hawwas.
Bildquelle: © stock.xchng
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redakteur
24. Mai 2012 02:03 Uhr