Weltweit
Papstattentäter aus Haft entlassen
Nicole Wohlfarth
18. Januar 2010 16:27 Uhr
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Der Mann der 1988 ein Attentat auf Papst Johannes Paul II. verübte, wurde aus der Haft entlassen.
Nach 30 Jahren Haft wurde Mehmet Ali Agca laut english.aljazeera.net nun aus dem Gefägnis entlassen. Nun soll der Mann noch den obligatorischen Wehrdienst in der Türkei ableisten für den er aber bereits 2006 aufgrund einer "Anti-sozialen Persönlichkeitsstörung" für nicht geeignet befunden worden war. Der Anwalt Agca´s behauptet, dass die Militärbehörden ihn immernoch als Wehrdienstverweigerer betrachten und deshalb erneut testen lassen. Über den Gesundheitszustand des 52-Jährigen lässt sich wirklich spekulieren, da er nach seiner Entlassung mittels seines Anwaltes eine handschriftliche Erklärung abgeben ließ, in der er das Ende der Welt innerhalb dieses Jahrzehnts verkündete. In Anspielung auf das Christentum ließ er weiter verlauten, dass das "Evangelium voller Fehler" sei und er das "vollendete Evangelium" geschrieben habe.
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Agca hatte in Italien 19 Jahre in Haft verbracht, bevor er 2000 auf Initiative von Papst Johannes Paul II. begnadigt wurde. Anschließend musste er sich allerdings für weitere Straftaten verantworten unter anderem für den Mord an einem Zeitungsredakteur. Bereits 1983 hatte sich der Papst mit seinem Attentäter im Gefängnis getroffen und ihm vergeben, dennoch blieben die Motive des Mannes bis heute unklar.
Bildquelle: © flickr.com/cdogstar
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