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Weltweit

Nationalhymne-Panne bei Köhler

Hon Gre
17. November 2009 16:00 Uhr
581 Kommentare
Mit den Nationalhymnen kann ja bekanntlich immer mal so einiges schief gehen. In dieses Fettnäpfchen ist jetzt auch Liedermacher Stephan Krawczyk getreten, als DDR-Bürgerrechtler von Horst Köhler mit dem Bunderverdienstkreuz ausgezeichnet wurden.
20 Jahre ist der Mauerfall nun her. Aus diesem Anlass wollte Horst Köhler einigen ehemaligen DDR-Bürgerrechtlern das Bundesverdienstkreuz im Schloss Bellevue verleihen. Wie spiegel.de berichtet, war es an dem Liedermacher Stephan Krawczyk zur musikalischen Untermalung u.a. die deutsche Nationalyhmne zu singen, die ja mittlerweile zur Hymne aller Deutschen geworden ist.

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Doch schon nach den ersten Takten wurde abgebrochen. "Deutschland, Deutschland. über alles..." Krawczyk war sich offenbar nicht bewusst, dass die ersten beiden Strophen der Nationalhymne, die Hoffmann von Fallersleben damals schrieb, mittlerweile nicht mehr gesungen werden (sollten). Diese Strophen zu singen, ist zwar nicht verboten, jedoch missbrauchten die Nationalsozialisten im Dritten Reich diese Strophen, um ihre Vormachtsstellung in der Welt zu verdeutlichen. Daher gehört es zum guten Ton, sie nicht mehr zu singen.

Die Nationalhymne scheint generell ein Thema zu sein, mit dem man sich in die Nesseln setzen kann. Bei Liedern, von denen fast jeder den Text kennt, fällt es eben auch mehr auf. Erst 2005 hatte sich Sarah Connor zum Gespött gemacht, als sie beim zweiten Eröffnungsspiel in der Münchner Allianz-Arena statt "Blüh im Glanze" zu den Worten "Brüh im Lichte" griff.
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24. Mai 2012 01:50 Uhr