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Weltweit

Mobbing, ein globales Problem!

Stephie R.
11. Oktober 2009 14:07 Uhr
253 Kommentare
Im Grundgesetzbuch steht zu den Menschenrechten im 1. Artikel: "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt." Manchmal wird dieser Würde recht wenig Bedeutung beigemessen
Viele Leute sehen von Mobbing weg, wenn man nicht gerade betroffen ist. Mobbing hat viele Gründe, die sich immer auf die jeweilige Situation beziehen. Oft sind es Neid, Hass und zu wenig Aufmerksamkeit von den Mitmenschen, die Leute dazu bringen, andere schlecht zu behandeln.Mobbing ist ein globales Problem, das immer häufiger auftritt.

Mobbing kommt von dem englischen Wort "to mob", was anpöbeln, angreifen, bedrängen und über jemanden herfallen bedeutet. Das Nomen "mob" bedeutet wiederum Meute, Gesindel, Pöbel, Bande. Wenn man jemanden mobbt, möchte man diese Person verletzen und sie ausschließen. Am meisten wird in der Schule und am Arbeitsplatz gemobbt. Der unmittelbare Konkurrenzkampf, der an diesen Orten herrscht, veranlasst Menschen dazu, vor anderen besser da stehen zu wollen. Das geht am besten, wenn man andere schlecht macht. Doch ist Mobbing so geläufig, dass man manchmal sogar unbewusst mobbt und sich erst hinterher darüber klar wird.

Nach einer Umfrage der IFAK- Markt- und Sozialforschungs GmbH gibt es in Deutschland etwa 3,8 Millionen Mobbingopfer (11. Januar 2008).
Wenn Kinder über Jahre hinweg täglich gemobbt werden, sind die Folgen unübersehbar. Kinder wollen nicht mehr in die Schule, weil sie es nicht mehr ertragen, sich die ganzen Gemeinheiten anzuhören und schwänzen, um dem zu entkommen. Leistungsabfall und Konzentrationsstörungen sind eine Folge. Die Mobbingopfer ziehen sich zurück und verlieren ihr Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl. Neue Freunde zu finden wird immer schwieriger, weil das Gefühl, dazuzugehören, dahin ist. Man denkt: Ich bin allein! Und durch die schmerzhaften Erfahrungen hat man immer Vorbehalte und schafft es selten, jemandem wieder zu vertrauen. Angstzustände, Schlafprobleme und Depressionen sind ständige Begleiter. Diese Liste könnte unendlich lang fortgesetzt werden. Bis hin zum Selbstmord. Nur wenige schaffen es, aus diesem Strudel der Gefühle zu entkommen, ein Rest wird immer bleiben.

Es nützt nichts, wenn man nur über Mobbing redet: man muss was dagegen unternehmen, um das verschwundene Lächeln jener Leute zurückzuholen, die sowas erlebten oder erleben. Einfach mal dazwischen gehen und sagen: "Hey, das betrifft die Würde des Menschen, hört auf damit". Wenn man es sich nicht alleine traut, kann man das auch gerne zusammen mit Freunden machen. Nicht passiv wegschauen, es ist an der Zeit, aktiv zu handeln!
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23. Mai 2012 23:14 Uhr