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Missbrauch an Odenwaldschule
J.- N. H.
9. März 2010 06:36 Uhr
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Aufgrund des sexuellen Missbrauchs von Schülern entschuldigte sich die Schulleitung der Odenwaldschule in Heppenheim bei selbigen. Man sei darauf bedacht die Vorfälle aufzuklären. Am Wochenende hatten sich weitere Opfer zu Wort gemeldet.
Margarita Kaufmann, die Direktorin des Internats, trat am Montag vor die Presse. "Das Leid können wir nicht mehr gut machen. Aber wir können sagen, wir sehen und wissen, dass es Leid war." Im Vorfeld gab sie bekannt, dass sich vier weitere Opfer gemeldet hätten – unter ihnen auch eine Frau. "Ihre Erfahrungen waren so schlimm, dass sie am Telefon weinte." Sie rief Ehemalige der Jahre 1970 bis 1985 auf, sich zu melden, sofern sie auch Opfer sexuellen Missbrauchs waren. Diesbezüglich werde eine Telefon-Hotline eingerichtet, so hr-online.de.
Odenwaldschule in Heppenheim-Oberhambach
Weiter sagte Kaufmann, dass man 900 Briefe an ehemalige Schüler der 70er und 80er Jahren versandt hat, da es in diesem Zeitraum massiv zu sexuellen Übergriffen auf Schüler gekommen sein soll. Unter Verdacht steht vor allem der von 1970 bis 1985 amtierende Schulleiter. Bislang berichteten diverse Medien von bis zu 100 Opfern – eine Zahl, welche bislang nicht bestätigt werden kann, so die Direktorin. Ihr seien derweil 24 Fälle bekannt, welche – so die Vermutung der Schulleitung – von drei Lehrern begangen worden.
Die vor 100 Jahren vom Pädagogen Paul Geheeb gegründete Odenwaldschule gilt als eine der bekanntesten deutschen Reformschulen. Sie stellt bis heute das Lernen in Gemeinschaft in den Vordergrund - gemischt nach Alter und Geschlecht wohnen die gut 200 Internatsschüler in rund 30 Gruppen.
Quelle: hr-online.deDie Direktorin sagte darüber hinaus, dass sich am Sonntagabend ein weiterer Schüler bei ihr gemeldet habe, welcher von einem Missbrauch Ende der 80er berichtete. Dabei soll sich ein Lehrer nachts auf einer Klassenfahrt an seinem Schülern vergriffen haben. Die amtierende Schulleitung versucht indes zu klären, wie es zu derartigen Übergriffen kommen konnte und wieso niemand etwas sagte. Auch möchte man Wege finden, um die Schüler künftig besser zu schützen. "Wir wollen die Mauer des Schweigens brechen."
Zu den ehemaligen Schülern des Internats gehören neben Amelie Fried unter anderem der Schriftsteller Klaus Mann sowie 68er-Revolutionär und Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit. Auch Ex-Bundespräsident Richard von Weizsäcker schickte einen seiner Söhne auf die Schule.
Quelle: hr-online.deDie Direktorin wurde im erstmals im Sommer 2009 mit den Missbrauchsvorwürfen ehemaliger Schüler konfrontiert und traf seither mehrere Opfer zu persönlichen Gesprächen. "Es war absolut erschütternd, was ich da gehört habe". So berichtete ein Opfer, 400 Mal missbraucht worden zu sein. "Ausmaße, die sprachlos machen", so der Kommentar der Pädagogin.
"Ich gehe davon aus, dass der Vorstand geschlossen zurücktreten wird", sagte die Direktorin der Frankfurter Rundschau. Sie selbst wolle die Schule jedoch weiter leiten und sich für die Komplette Aufklärung der Missbrauchsfälle engagieren.
Odenwaldschule in Heppenheim-Oberhambach
Weiter sagte Kaufmann, dass man 900 Briefe an ehemalige Schüler der 70er und 80er Jahren versandt hat, da es in diesem Zeitraum massiv zu sexuellen Übergriffen auf Schüler gekommen sein soll. Unter Verdacht steht vor allem der von 1970 bis 1985 amtierende Schulleiter. Bislang berichteten diverse Medien von bis zu 100 Opfern – eine Zahl, welche bislang nicht bestätigt werden kann, so die Direktorin. Ihr seien derweil 24 Fälle bekannt, welche – so die Vermutung der Schulleitung – von drei Lehrern begangen worden.
Die vor 100 Jahren vom Pädagogen Paul Geheeb gegründete Odenwaldschule gilt als eine der bekanntesten deutschen Reformschulen. Sie stellt bis heute das Lernen in Gemeinschaft in den Vordergrund - gemischt nach Alter und Geschlecht wohnen die gut 200 Internatsschüler in rund 30 Gruppen.
Quelle: hr-online.de
Zu den ehemaligen Schülern des Internats gehören neben Amelie Fried unter anderem der Schriftsteller Klaus Mann sowie 68er-Revolutionär und Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit. Auch Ex-Bundespräsident Richard von Weizsäcker schickte einen seiner Söhne auf die Schule.
Quelle: hr-online.de
"Ich gehe davon aus, dass der Vorstand geschlossen zurücktreten wird", sagte die Direktorin der Frankfurter Rundschau. Sie selbst wolle die Schule jedoch weiter leiten und sich für die Komplette Aufklärung der Missbrauchsfälle engagieren.
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