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Malediven-Präsident sucht neues Land
Kathi W
14. Dezember 2009 12:00 Uhr
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Bis 2100 soll der Meeresspiegel um 60 cm steigen. Demnach werden die Malediven, die im Durchschnitt eine Höhe von einem Meter über NN haben, größtenteils untergehen.

Mohamed Nasheed, seit kurzem Präsident der Malediven, ist auf der Suche nach neuem Land für die ca. 300 000 Einwohner seines Landes. Dabei hat er mittlerweile Kontakte mit Sri Lanka, Australien und Indien geknüpft. Das Geld zum Kauf will er aus der Tourismusbranche gewinnen, welches dann in Fonds angelegt werden soll. So sollen nach ein paar Jahrzehnten genug Mittel zu Verfügung stehen um trockenes Land zu kaufen. Gehen will Nasheed zwar nicht, aber sollten die Vorhersagen der Experten zutreffen, so muss er sich um die Sicherheit seiner Bürger kümmern.
Die Inselgruppe der Malediven ist ein Archipel inmitten des indischen Ozeans. Die Malediven bestehen aus 1190 Inseln, wovon 220 ausschließlich von Einheimischen bewohnt und 87 weitere für den Tourismus genutzt werden.
Doch der Präsident will nicht zusehen, wie auch andere Staaten in absehbarer Zeit den gleichen Weg antreten müssen. Im Rahmen der Klimakonferenz sprach sich Nasheed dafür aus, die Malediven zu einem CO2-neutralen Staat zu machen. Er will mit 150 Windturbinen und einem halben Quadratkilometer Solarzellen die Insel mit erneuerbarer Energie versorgen. Dafür sollen die Dieselkraftwerke und der Import von Öl stillgelegt werden.
Kurzvorstellung der Malediven als Urlaubsziel:
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Bildquelle: © flickr.com/nattu