Weltweit
Libyen: BP will weiterbohren
Daniel Z.
5. August 2010 19:16 Uhr
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Der große Ölkonzern BP will trotz der Katastrophe im Golf von Mexiko zukünftig weiter nach Öl Bohren. Das nächste Ziel ist das Mittelmeer vor der Küste von Libyen.
BP plant schon in wenigen Wochen wieder nach Öl zu bohren. Diesmal will man vor der Küste von Libyen (Mittelmeer) Öl zu Tage fördern, so welt.de. Laut dem BP-Sprecher David Nicolas habe man die Quelle in etwa einem halben Jahr ausfindig gemacht. Man vermutet dort eine gigantische Menge an Erdöl und rund 850.000.000 Kubikmeter Erdgas. In der Mittelmeerbucht „Große Syrte“ will man mit der ersten Bohrung beginnen. Nicht weit davon liegt die Hafenstadt Bengasi.
Während sich die Ölquelle im Golf von Mexiko in einer Tiefe von 1,5 Kilometern Tiefe befand, liegt die Quelle nun bei einer Tiefe von 1,75 Kilometern. Dort soll die erste Bohrung stattfinden. Andere Bohrungen – insgesamt fünf - sind an Stellen geplant, die z.T. in mehr als zwei Kilometern Tiefe liegen. Obgleich BP in letzter Zeit eher negative Schlagzeilen machte, versichert der Konzern, dass alle nötigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden, um ein Unglück wie im Golf von Mexiko zu verhindern.
Der Umweltschutzverein Campact e.V leistet jedoch erbitterten Widerstand gegen BP, da das Gefahrenrisiko einer erneuten Tiefseebohrung zu groß sei. Allein im Golf von Mexiko wurden elf Menschen und tausende Tiere getötet. Darüber hinaus sei ein immenser Schaden am Ökosystem entstanden. Ein provisorischer Verschluss des Öllecks gelang erst drei Monate später. Nachdem die Ölfelder in flachen Gewässern nahezu alle leer gepumpt wurden, steigen nun immer mehr Konzerne auf Tiefseebohrungen um. Besonders beliebt sind dabei die Gewässer vor Australien, Brasilien, China, Europa (Nordsee) sowie Westafrika.
Nach Angaben der UN sei Libyen im Zweifelsfall gar nicht auf eine Ölkatastrophe vorbereitet. Zudem munkelt man darüber, dass BP die Zustimmung Libyens erst erhalten habe, nachdem der Konzern für die Haftentlassung des libyschen "Lockerbie-Attentäters" gesorgt hat. Auch die EU-Kommission und Italien stehen den Plänen von BP kritisch gegenüber. So setzen sich die italienische Umweltministerin Stefania Prestigiacomo und der EU-Kommissar Günther Oettinger dafür ein, die Ölbohrungen im Mittelmeer ganz einzustellen. Auch der „Campact e.V“ ruft in Deutschland zu Protesten auf, da BP einen Großteil der Aral-Tankstellen besitzt.
Während sich die Ölquelle im Golf von Mexiko in einer Tiefe von 1,5 Kilometern Tiefe befand, liegt die Quelle nun bei einer Tiefe von 1,75 Kilometern. Dort soll die erste Bohrung stattfinden. Andere Bohrungen – insgesamt fünf - sind an Stellen geplant, die z.T. in mehr als zwei Kilometern Tiefe liegen. Obgleich BP in letzter Zeit eher negative Schlagzeilen machte, versichert der Konzern, dass alle nötigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden, um ein Unglück wie im Golf von Mexiko zu verhindern.
Der Umweltschutzverein Campact e.V leistet jedoch erbitterten Widerstand gegen BP, da das Gefahrenrisiko einer erneuten Tiefseebohrung zu groß sei. Allein im Golf von Mexiko wurden elf Menschen und tausende Tiere getötet. Darüber hinaus sei ein immenser Schaden am Ökosystem entstanden. Ein provisorischer Verschluss des Öllecks gelang erst drei Monate später. Nachdem die Ölfelder in flachen Gewässern nahezu alle leer gepumpt wurden, steigen nun immer mehr Konzerne auf Tiefseebohrungen um. Besonders beliebt sind dabei die Gewässer vor Australien, Brasilien, China, Europa (Nordsee) sowie Westafrika.
Nach Angaben der UN sei Libyen im Zweifelsfall gar nicht auf eine Ölkatastrophe vorbereitet. Zudem munkelt man darüber, dass BP die Zustimmung Libyens erst erhalten habe, nachdem der Konzern für die Haftentlassung des libyschen "Lockerbie-Attentäters" gesorgt hat. Auch die EU-Kommission und Italien stehen den Plänen von BP kritisch gegenüber. So setzen sich die italienische Umweltministerin Stefania Prestigiacomo und der EU-Kommissar Günther Oettinger dafür ein, die Ölbohrungen im Mittelmeer ganz einzustellen. Auch der „Campact e.V“ ruft in Deutschland zu Protesten auf, da BP einen Großteil der Aral-Tankstellen besitzt.
Bildquelle: © flickr.com/ shmooth, © flickr.com/marinephotobank