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Weltweit

Leiden für unseren Hunger

Yannick P.
22. November 2009 17:32 Uhr
1165 Kommentare
Die Herkunft unserer Putenbrust: Bio oder nicht Bio ist die Frage. Welche Leiden jedoch die Tiere für eine wohlschmeckende Putenbrust hinnehmen müssen, ist den Wenigsten bekannt. Auf Fließbändern transportiert, im eigenen Kot gehalten und dann zum Schlachten an Haken gehängt: das ist die Regel.
Die Puteneier werden in großen Brutkästen gebrütet. In einem Brutkasten sind ca. 14.000 Eier. Wenn es so weit ist, schlüpfen meist alle Küken auf einmal. Die jungen Küken werden auf Fließbändern transportiert, wie Gegenstände. Anschließend geht es zum Geschlecht-bestimmen. Jetzt werden die Küken in Pappkartons auf verschiedene Höfe gebracht. Nur etwa ein Prozent kommt auf Bio-Höfe.

In der konventionellen Tierhaltung leben die Tiere oft nur 22 Wochen. In 20 Wochen vervierfachen sie ihr Gewicht. Das Skelett der Tiere ist aber für ein so schnelles Wachsen nicht ausgelegt, was die Tiere schwach macht. Viele können deswegen nicht richtig stehen und vegetieren in ihrem eigenen Kot vor sich hin. Damit die Tiere sich durch das Leben auf engstem Raum nicht verletzen, werden ihnen die Oberschnäbel gekürzt, was für die Tiere eine schmerzhafte Erfahrung ist. Ganz so, als würde man uns Menschen die Fingerkuppen entfernen. Ganze zehn Prozent aller Tiere überleben die Aufzucht nicht.

In der Bio-Haltung haben die Tiere ein längeres Leben und damit mehr Zeit zum wachsen. Im Stall leben "nur" 2.500 Tiere, was auch nicht wenig ist, jedoch haben sie auch ein Außengelände zur Verfügung und Sitzstangen. Hier können die Tiere besser ihren natürlichen Bedürfnissen nachgehen. Das Futter muss immerhin zu 50% vom Bauern angebaut werden .

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Die Schlachtung ist für alle Tiere ähnlich grausam. Die Tiere werden mit Füßen kopfüber an Haken gehängt, von dort fahren sie dann in ein elektrisch aufgeladenes Wasserbad. Anschließend werden den Tieren die Halsschlagadern durchgeschnitten und die Eingeweide herausgenommen.

Die BIO-Putenbrust kostet zwar deutlich mehr, ist dafür aber sicher von weniger unglücklicheren Tieren und damit doch eine Überlegung wert, oder?
Das Rupfen der Federn für die Daunen unserer Kissen ist ähnlich quälend für die Tiere, so berichtete newspoint in einem anderen Artikel.
Bildquelle: © flickr.com/marceljanus
autor
23. Mai 2012 23:06 Uhr