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Weltweit

Laufzeitverlängerungen von AKWs

K. K.
25. Dezember 2009 14:26 Uhr
743 Kommentare
Wie in letzter Zeit bekannt geworden ist, plant die neue Regierung unter Schwarz-Gelb eine Verlängerungszeit für Atomkraftwerke in Deutschland. Doch was spricht eigentlich dafür, was dagegen?
Das Hauptargument für die Nutzung von Atomkraftwerken ist und bleibt ihr
wichtiger Anteil am in Deutschland produzierten Strom, der mit 22% immerhin ein gutes Fünftel ausmacht. Zudem ist der CO2-Ausstoß verhältnismäßig äußerst gering. Offensichtlich scheint das im Bezug auf Klima und Umwelt günstig, allerdings müssen auch andere Dinge beachtet werden: Wichtigster Faktor in Bezug auf Umweltschutz ist mit Sicherheit die Entsorgung des entstehenden Atommülls. Dieser strahlt nicht nur noch Jahre nach dessen Entstehung und muss folglich sicher gelagert werden, er ist auch noch anderweitig ein Sicherheitsrisiko. Spätestens nach dem Desaster im sogenannten "Zwischenlager" Asse, sollte auch den großen Politikern klar sein, dass die Endlagerung von Atommüll ein großes Problem in der Kernkraftbranche darstellt. Auch sollte nicht unbeachtet bleiben, dass der Abbau von Uran in Russland uns abhängig von Uranimport macht, er zerstört auch dort die Umwelt.

Nicht nur mit Blick auf Umwelt und Klima kann Atomkraft kontrovers diskutiert werden. So ist es nicht zu leugnen, dass die Kernkraftwerke in Deutschland immerhin 35.000 Arbeitsplätze bieten. Bedenkt man die Rettungspakete an Opel, um Arbeitsplätze zu sichern, ist Atomkraft als "Arbeitgeber" ein wesentliches Argument dafür.

Das stärkste Argument gegen Atomkraft ist das Sicherheitsrisiko. Was ein "Super-GAU" anrichten kann, hat Tschernobyl gezeigt. Die Antwort der Konzerne: "Deutsche Atomkraftwerke sind zehnmal sicherer als Sowjetische." ist schwach, wenn man bedenkt, dass Atomkraftwerke sogar Terroristen als Zielscheibe dienen könnten und das eine Explosion (auch aus betrieblichen Schwierigkeiten) nie ausgeschlossen werden kann. Auch genetische
Mutationen von Lebewesen in der Nähe von Kernkraftwerken wurden festgestellt und werden weiter beobachtet.

Alles in allem kann man nicht eindeutig sagen, ob das Abweichen des Atomausstiegs eine richtige oder falsche Entscheidung war, beide Seiten haben gute Argumente. Allerdings sollte die Forschung in alternative Energien nicht aufgegeben werden.

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Bildquelle: © stock.xchng, © commons.wikimedia.org, © stock.xhng
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23. Mai 2012 23:06 Uhr