Weltweit
Lafontaine: Rückzug aus Bundespolitik
Michael Reinartz
24. Januar 2010 07:53 Uhr
396 Kommentare
Der Vorsitzende der Linkspartei, Oskar Lafontaine, zieht sich aus der bundesweiten Politik zurück. Er wird somit nicht mehr bei der bevorstehenden Wahl zum Parteivorsitzenden der LINKEN zur Verfügung stehen. Lafontaine galt neben seinem Parteikollegen Gregor Gysi als die wichtigste Schlüsselfigur der Partei.
Oskar Lafontaine, seit seinem Austritt aus der SPD 1999 ärgster Regierungskritiker und Mitbegründer der Partei DIE LINKE, wird sich aus der Bundespolitik zurückziehen, so berichtet es Die Zeit. Er steht damit nicht mehr
zur Wahl für den Posten des Parteivorsitzenden Damit verliert die Partei eine zentrale Persönlichkeit in der bundesweiten Politik. Auch sein Bundestags-mandat werde er nieder-legen.
Grund für den Rückzug aus dem Bundestag war die Krebserkrankung, die bei Lafontaine im letzten Jahr festgestellt worden ist, so der Politiker gestern in Berlin. Die internen Streits, die seine Partei in den vergangenen Wochen erschütterten, schließt er als Rücktrittsgrund kategorisch aus. Auch bleibt er der Linken weiterhin erhalten: Im Saarland, die einzige Bastion der Linken in den westlichen Bundesländern, werde er dafür seine politischen Ambitionen verstärken. Der als brillanter Rhetoriker bekannte Lafontaine war bereits von 1985 bis 1998 dort Ministerpräsident und gilt in der Bevölkerung als sehr populär.
Es ist nicht Lafontaines erster Rückzug aus der Bundespolitik: Bereits 1999, damals unter Bundeskanzler Gerhard Schröder, trat er überraschend als Finanzminister zurück und verließ die SPD, nur um kurz darauf deren ärgster Kritiker zu werden und den Zusammenschluss vom SED-Nachfolger PDS und der WASG zur heutigen Partei DIE LINKE zu organisieren. Die Person Lafontaine war selten unumstritten: Unter Parteiangehörigen wie auch Parteifremden war er als Populist bekannt und versuchte oft, Salz in die Wunden von CDU und SPD zu streuen. Letztere kann sich nun nach Informationen der Süddeutschen Zeitung wieder mehr mit der Idee anfreunden, zwecks Regierungsbildung in Zukunft mit der Linken zu koalieren.

Grund für den Rückzug aus dem Bundestag war die Krebserkrankung, die bei Lafontaine im letzten Jahr festgestellt worden ist, so der Politiker gestern in Berlin. Die internen Streits, die seine Partei in den vergangenen Wochen erschütterten, schließt er als Rücktrittsgrund kategorisch aus. Auch bleibt er der Linken weiterhin erhalten: Im Saarland, die einzige Bastion der Linken in den westlichen Bundesländern, werde er dafür seine politischen Ambitionen verstärken. Der als brillanter Rhetoriker bekannte Lafontaine war bereits von 1985 bis 1998 dort Ministerpräsident und gilt in der Bevölkerung als sehr populär.
Es ist nicht Lafontaines erster Rückzug aus der Bundespolitik: Bereits 1999, damals unter Bundeskanzler Gerhard Schröder, trat er überraschend als Finanzminister zurück und verließ die SPD, nur um kurz darauf deren ärgster Kritiker zu werden und den Zusammenschluss vom SED-Nachfolger PDS und der WASG zur heutigen Partei DIE LINKE zu organisieren. Die Person Lafontaine war selten unumstritten: Unter Parteiangehörigen wie auch Parteifremden war er als Populist bekannt und versuchte oft, Salz in die Wunden von CDU und SPD zu streuen. Letztere kann sich nun nach Informationen der Süddeutschen Zeitung wieder mehr mit der Idee anfreunden, zwecks Regierungsbildung in Zukunft mit der Linken zu koalieren.
Bildquelle: © commons.wikimedia.org / Pujanak
autor