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Weltweit

Körperscanner bald in der Testphase

Philip Kaulen
5. Januar 2010 12:12 Uhr
497 Kommentare
Der Einsatz der umstrittenen Kontrolltechnik der sogenannten Körperscanner oder "Nacktscanner" an Flughäfen rückt immer näher. Die neue Generation soll jedoch keine intimen Details mehr zeigen. Die Testphase wird schon bald erwartet.
Berlin. Auf einmal soll alles ganz schnell gehen mit den mehr oder weniger "nackten Tatsachen" auf deutschen Flughäfen, so berichtet lr-online.de. Nach Ansicht von CDU- und CSU-Experten kann eine hochmoderne Körperscanner-Generation zur Durchleuchtung von Passagieren auf Waffen oder Sprengstoff noch 2010 eingesetzt werden - ohne dass Datenschützer und Menschenrechtler Zeter und Mordio schreien müssten. Testversuche würden etwa in einem halben Jahr starten, und einige Monate später könnte der Normalbetrieb beginnen, sagte gestern der CDU-Abgeordnete Wolfgang Bosbach, Chef des Bundestag-Innenausschusses.



Auch der CSU-Innenexperte Hans-Peter Uhl will - aufgerüttelt durch das gescheiterte Attentat eines Nigerianers in einer US-Maschine Ende Dezember - schon bald per Körperscanner "Terroristen aus dem Strom der Fluggäste schnell herausfischen". Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) ist "zuversichtlich, dass wir im Sommer Forschungsergebnisse für eine ganz neue Generation von Körperscannern vorstellen können". Die Gewerkschaft der Polizei sekundiert: Die neue Scanner-Technologie verletze die Menschenrechte nicht, sondern sei akzeptabel - sie müsse den Bürgern schlicht erläuert werden.

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Genau dies aber scheint das Problem zu sein. Denn seit die Durchleuchtungsgeräte als "Nacktscanner" oder "Spannerkästen" berühmt-berüchtigt wurden, ist vielen Bürgern unbehaglich zumute bei dem Gedanken, buchstäblich bis auf die Haut auf Gefahren für die Flugsicherheit begutachtet zu werden. Ein von der Bundespolizei derzeit in Lübeck getesteter, technisch weiterentwickelter Ganzkörperscanner könnte laut focus.de schon in Kürze an deutschen Flughäfen in Betrieb genommen werden. Die Bilder solch moderner Geräte sollen Körperstrukturen so unklar machen, "dass man den Körper nur noch als eine Art Strichmännchen sieht, aber etwa verbotene Gegenstände konkret erkennt", wie Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) kürzlich erläuterte.
Auch seine Sprecherin versicherte, die Software dieser Scanner liefere "verpixelte Bilder", die keine intimen Details mehr zeigen.



redakteur
23. Mai 2012 23:02 Uhr