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Weltweit

Jamaika: Mehrere Tote wegen Drogenboss

Hon Gre
25. Mai 2010 14:42 Uhr
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Bei den Auseinandersetzungen um die Auslieferung des Drogenbarons Christopher "Dudus" Coke sind in Jamaika zwei Polizisten sowie ein Soldat getötet worden. Auch Bandenmitglieder sowie mehrere Zivilisten sollen laut jamaikanischen Medienberichten ums Leben gekommen sein.
Die jamaikanische Justizministerin Dorothy Lightbourne hatte am Wochenende nach langem Zögern das Auslieferungsgesuch unterzeichnet. Unterstützer des Drogenbarons Coke errichteten daraufhin in der Hauptstadt Kingston Straßenbarrikaden und griffen mehrere Polizeistationen an. Coke gilt vielen Bewohnern des verarmten Stadtteils Tivoli Gardens als Wohltäter, der dort eingreift und hilft, wo der Staat versagt. Die Regierung hat als Reaktion den Ausnahmezustand in Kingston ausgerufen.



Polizei und Armee versuchen seit Montag, in den Stadtteil Tivoli Gardens einzudringen und Coke zu verhaften. Dort stoßen sie jedoch auf heftigen Widerstand durch bewaffnete Bandenmitglieder und Teile der Zivilbevölkerung. Nach Berichten über Randale in anderen Stadtteilen von Kingston wird nun eine Ausweitung der Auseinandersetzungen befürchtet. Coke gilt als einer der mächtigsten und gefährlichsten Drogenbarone der Welt. Im Falle einer Auslieferung in die USA droht ihm eine lebenslange Haftstrafe.
Textquellen: © dts
Bildquelle: © commons.wikimedia.org/ Samuli Silvennoinen
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23. Mai 2012 22:55 Uhr