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Holz als Energielieferant
Gelöschter Nutzer
31. Oktober 2009 16:42 Uhr
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Es ist umweltfreundlich, es wächst nach und es ist kohlenstoffdioxidneutral: Holz, der Rohstoff schlechthin. Altbewährt und allgemein bekannt präsentiert sich dieses Naturprodukt als echte Alternative. Doch wie kann Holz zur Klimaverbesserung beitragen?
In Zeiten, in denen viel über den Klimawandel, Kohlenstoffdioxid als Treibhausgas und die Abholzung der Regenwälder diskutiert und berichtet wird, stellt sich die Frage, wie Holz als Energielieferant CO2-neutral sein kann und gleichzeitig das Artensterben nicht verschlimmert.
Um diese Frage klären zu können, wird ein gewisses Abstraktionsvermögen benötigt. Denn es ist ein relativ komplexer Sachverhalt, der mit viel Dynamik aufwartet. So ist zu überlegen, dass beim Verbrennen von Holz vorrangig Wasser und eben dieses klimakritische Kohlendioxid entstehen. Auch bleiben einige Extrastoffe zurück, welche aber in folgender Betrachtung unbeachtet bleiben sollen.
Wird Holz verbrannt, entstehen große Mengen CO2. Eigentlich komplett kontraproduktiv zur Verwendung als Alternative zu fossilen Brennstoffen. Denn diese produzieren das Gas ebenso und sind vielseitig anwendbar. Knackpunkt hierbei ist jedoch, dass der Kohlenstoff, der bei der Verbrennung als Dioxid frei wird, vorher von der Pflanze aus der Atmosphäre entnommen und gebunden worden ist. Vergleich mit der Fotosynthese: Aus Kohlenstoffdioxid und Wasser entsteht über die Dunkel- und Lichtreaktion Glukose. Der Kohlenstoff ist gespeichert und Sauerstoff wird freigesetzt.
Fakt ist, dass genau dieselbe Menge an CO2 emittiert wird, die auch vorher von der Pflanze gebunden und ins Holz verarbeitet worden ist. Demzufolge kommt es bei der kontrollierten Verbrennung dieses Rohstoffes auch nicht zu einem Zuwachs an CO2. Werden also Bäume gefällt und als Energielieferant verbrannt, so wird das entstehende Kohlendioxid auch wieder von Bäumen aufgenommen und als Glukose gespeichert.
Das sich einstellende Problem ist klar: Diese Funktion kann nur erfüllt werden, wenn die Verbrennung kontrolliert erfolgt. Das bedeutet, es darf keine gigantischen Verbrennungsanlagen geben, es muss mindestens genauso viel aufgeforstet werden, wie zur Holzgewinnung abgeholzt wird (damit weiterhin Kohlenstoff fixiert werden kann) und es darf nicht zu viel Holz in einem zu geringem Zeitraum geschlagen werden. Man beachte das Gleichgewicht von Fällung und Aufforstung, welches sich aber in Richtung der Wiederaufpflanzung verschieben muss, wenn dieser Mechanismus funktionieren soll.
Abholzung unf Aufforstung müssen sie die Waage halten.
Sieht man einmal davon ab, dass es nur sehr wenige Länder mit entsprechendem Entwicklungsstand schaffen, dieses Aufforstungssystem beizubehalten bzw. generell durchzuführen, ist es aber eine zu überdenkende energieliefernde Methode, welche von Ländern mit entsprechendem Forstkonzepten aufgenommen werden sollte. Natürlich kann diese Energiegewinnungsmethode nicht den Energiebedarf einer Stadt decken, aber als Heizungsalternative könnte Holz das Mittel zur nachhaltigen Lebensweise sein.
Ein weiterer Vorteil von Holz unter dem Aspekt der Klimadebatte ist auch, dass man es als Baumaterial oder generell als Stoff für viele Gegenstände des Lebensgebrauchs verwenden kann. Die Folge einer hohen Holzverwendung wäre, dass es immense Mengen an gebundenem Kohlenstoff gibt, die über einen sehr langen Zeitraum nicht mehr in die Atmosphäre zurückkommen und als Treibhausgas keinen Beitrag zur rasanten Klimaveränderung leisten können. Des Weiteren wird durch die steigende Nachfrage von Holz eine Expansion im Forstwesen hervorgerufen, was schlicht zur weiteren Aufforstung neuer Flächen führt und eine steigende Kohlenstoffdioxidfixierung und mehr verfügbares Holz zur Folge hat.
Zusammenfassung der Vorlesung von Professor Dr. Dr. habil. Claus-Thomas Bues im Modul "Rohstoff Holz"; Bachelorstudiengang Forstwissenschaften TU-Dresden vom 29.10.2009
Um diese Frage klären zu können, wird ein gewisses Abstraktionsvermögen benötigt. Denn es ist ein relativ komplexer Sachverhalt, der mit viel Dynamik aufwartet. So ist zu überlegen, dass beim Verbrennen von Holz vorrangig Wasser und eben dieses klimakritische Kohlendioxid entstehen. Auch bleiben einige Extrastoffe zurück, welche aber in folgender Betrachtung unbeachtet bleiben sollen.
Wird Holz verbrannt, entstehen große Mengen CO2. Eigentlich komplett kontraproduktiv zur Verwendung als Alternative zu fossilen Brennstoffen. Denn diese produzieren das Gas ebenso und sind vielseitig anwendbar. Knackpunkt hierbei ist jedoch, dass der Kohlenstoff, der bei der Verbrennung als Dioxid frei wird, vorher von der Pflanze aus der Atmosphäre entnommen und gebunden worden ist. Vergleich mit der Fotosynthese: Aus Kohlenstoffdioxid und Wasser entsteht über die Dunkel- und Lichtreaktion Glukose. Der Kohlenstoff ist gespeichert und Sauerstoff wird freigesetzt.
Fakt ist, dass genau dieselbe Menge an CO2 emittiert wird, die auch vorher von der Pflanze gebunden und ins Holz verarbeitet worden ist. Demzufolge kommt es bei der kontrollierten Verbrennung dieses Rohstoffes auch nicht zu einem Zuwachs an CO2. Werden also Bäume gefällt und als Energielieferant verbrannt, so wird das entstehende Kohlendioxid auch wieder von Bäumen aufgenommen und als Glukose gespeichert.
Das sich einstellende Problem ist klar: Diese Funktion kann nur erfüllt werden, wenn die Verbrennung kontrolliert erfolgt. Das bedeutet, es darf keine gigantischen Verbrennungsanlagen geben, es muss mindestens genauso viel aufgeforstet werden, wie zur Holzgewinnung abgeholzt wird (damit weiterhin Kohlenstoff fixiert werden kann) und es darf nicht zu viel Holz in einem zu geringem Zeitraum geschlagen werden. Man beachte das Gleichgewicht von Fällung und Aufforstung, welches sich aber in Richtung der Wiederaufpflanzung verschieben muss, wenn dieser Mechanismus funktionieren soll.
Abholzung unf Aufforstung müssen sie die Waage halten.
Sieht man einmal davon ab, dass es nur sehr wenige Länder mit entsprechendem Entwicklungsstand schaffen, dieses Aufforstungssystem beizubehalten bzw. generell durchzuführen, ist es aber eine zu überdenkende energieliefernde Methode, welche von Ländern mit entsprechendem Forstkonzepten aufgenommen werden sollte. Natürlich kann diese Energiegewinnungsmethode nicht den Energiebedarf einer Stadt decken, aber als Heizungsalternative könnte Holz das Mittel zur nachhaltigen Lebensweise sein.
Ein weiterer Vorteil von Holz unter dem Aspekt der Klimadebatte ist auch, dass man es als Baumaterial oder generell als Stoff für viele Gegenstände des Lebensgebrauchs verwenden kann. Die Folge einer hohen Holzverwendung wäre, dass es immense Mengen an gebundenem Kohlenstoff gibt, die über einen sehr langen Zeitraum nicht mehr in die Atmosphäre zurückkommen und als Treibhausgas keinen Beitrag zur rasanten Klimaveränderung leisten können. Des Weiteren wird durch die steigende Nachfrage von Holz eine Expansion im Forstwesen hervorgerufen, was schlicht zur weiteren Aufforstung neuer Flächen führt und eine steigende Kohlenstoffdioxidfixierung und mehr verfügbares Holz zur Folge hat.
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Zusammenfassung der Vorlesung von Professor Dr. Dr. habil. Claus-Thomas Bues im Modul "Rohstoff Holz"; Bachelorstudiengang Forstwissenschaften TU-Dresden vom 29.10.2009
Bildquelle: © piqs.de/dorisalb, © commons.wikimedia.org / Bauernbua
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