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Weltweit

Hintergründe des Amoklaufs aufgetaucht

Nicole Wohlfarth
1. Januar 2010 18:30 Uhr
425 Kommentare
Die Motive des Amoklaufs im finnischen Espoo werden immer klarer und immer neue Details treten zu Tage.
Der aus dem Kosovo stammende Mann, der am 31.12.09 fünf Menschen erschoss und sich anschließend selbst richtete, handelte wohl aus Eifersucht. Der 43- Jährige war 1990 aus dem Kosove geflohen und nach Finnland gekommen, dort lebte er 19 Jahre mit einer Finnin zusammen. Nachdem diese ihn aber wegen Gewaltanwendung bei der Polizei angezeigt hatte und er daraufhin ein Besuchsverbot auferlegt bekam, dreht der Mann durch.

Am Silvestertag ging Ibrahim Shukpoli in ein Einkaufszentrum in Espoo, nahe Helsinki und schoss dort mit einer automatischen Waffe auf vier Angestellte der Supermarktkette in der seine Ex-Freundin arbeitete. In dem anschließenden Chaos gelang dem Täter die Flucht. Die Polizei fahndete nach dem Mann und fand ihn schließlich tot in seiner Wohnung. Zuvor war die Leiche seiner ehemaligen Lebensgefährtin in ihrer Wohnung entdeckt worden.

Nach dem vierten Amoklauf in Finnland, wird jetzt, wie in Deutschland,

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der Ruf nach schärferen Waffengesetzen laut. In den letzten zehn Jahren starben bei Amokläufen 33 Menschen in Finnland. Begonnen hatte alles 2002, als ein Chemiestudent in einem Einkaufszentrum eine Bombe zündete. 2007 hatte ein Berufsschüler an seiner Schule acht Menschen erschossen und tötete sich anschließend selbst. Ein Jahr später dann, tötete ein weiterer Schüler zehn Menschen an seiner Schule. Aufgrund der bis dato geschehenen Amokläufe, hatte der Reichstag in Helsinki bereits 2008 schärfere Waffengesetze beschlossen. Diese scheinen aber nutzlos gewesen zu sein, da der Täter am Silvestertag 2009 keinen Waffenschein für seine Waffe hatte.
Bildquelle: © stock.xchng
9. Februar 2012 01:35 Uhr