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Weltweit

Griechischer Rentenkasse fehlen 15 Mrd

Lukas F.
14. August 2010 16:59 Uhr
40 Kommentare
Die Superpleite in Griechenland ist auf dem Besserungsweg. Erste Erfolge konnten mit härteren Maßnahmen eingeräumt werden. Auch der griechische Arbeitsminister Andreas Loverdos versucht jetzt das Rentenkassendefizit von 15 Milliarden Euro zu verringern.
Loverdos verkündete, man zeige bis Ende Oktober noch Verständnis für nicht gezahlte Schulden. „Im November werden wir aber unerbittlich sein“, sagt er laut focus.de. Dann könnten statt Geld auch Immobilien von der Kasse eingezogen werden, heißt es.

Schwarzarbeit ist in Griechen- land vorallem in Touristik-Unternehmen zu finden
Zu den knapp 800.000 Schuldnern gehören allen voran die Arbeitgeber bzw. die Selbstständigen. Diese beschäftigen meist Schwarzarbeiter und zahlen keine Arbeitgeberbeiträge, was dazu führt, dass die Rentenkasse ihr Geld zum Teil aus den sowieso schon knappen Staatsgeldern beziehen muss. 40% der Arbeitnehmer sind nicht versichert.



Der Internationale Währungsfonds IWF hatte Griechenland im Mai dieses Jahres eine Finanzspritze von 5,5 Milliarden Euro und 14,5 Milliarden Euro von den Euroländern erhalten. Die EU wird nun außerdem noch ein 110 Milliarden schweres Rettungspaket über drei Jahre beisteuern. Zu den Hilfen gab es auch einige Auflagen. So übertraf Griechenland die Erwartungen für die Haushaltakosten von 39,5 mit 39,7 Prozent Besserung im ersten Halbjahr 2010. Die Einnahmen dagegen konnten laut der griechsichen Presse mit nur 4,1 Prozent Steigerung das Ziel überhaupt nicht erreichen, berichtet moneycab.com.

Die Kasse der Freischaffenden benötigt bis Jahresende rund 300 Millionen Euro aus der Staatskasse, um die Renten auszuzahlen, so focus.de. Sollte es Andreas Loverdos mit seinen Maßnahmen gelingen zumindest einen Teil des 15 Milliarden-Defizits wett zu machen, wäre das ein großer Fortschritt für Griechenlands Pleite.
Bildquelle: © stock.xchng, © flickr.com/gillyberlin
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redakteur
23. Mai 2012 22:44 Uhr