Weltweit
Flutopfer in Pakistan - Wenige Spenden
Hon Gre
18. August 2010 15:00 Uhr
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Die Zahl der Todesopfer bei der Flutkatastrophe in Pakistan ist offiziell auf 1.475 gestiegen. Das teilte die pakistanische Regierung am Mittwoch mit. Obwohl über 20 Millionen Menschen betroffen sind, halten sich die Spenden in Grenzen.
Diese aktuellsten Zahlen beziehen sich auf Dienstag. Damit stiegen die offiziellen Opferzahlen innerhalb eines Tages um zwei. 2.052 Menschen wurden nach offiziellen Angaben verletzt, 970.520 Häuser seien beschädigt. Warum spenden die Deutschen nur zaghaft?
Die Vereinten Nationen gehen weiterhin davon aus, dass bei den Überschwemmungen seit dem 27. Juli im nordwestlichen Pakistan insgesamt über 14 Millionen Menschen betroffen sind, von denen mindestens 6 bis 7 Millionen unmittelbar humanitäre Hilfe benötigen. In anderen Berichten ist schon länger von 1.600 Toten und mehr die Rede. Gründe fordern Aufstockung
Die Grünenpolitikerin Priska Hinz hat eine deutliche Aufstockung der Bundesmittel für die Hilfe in Pakistan verlangt. Es reiche nicht, wenn Entwicklungshilfeminister Niebel zu mehr privaten Spenden aufrufe. Die Bundesregierung müsse selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Die Hilfe aus Bundesmitteln müsse mindestens an das Niveau der Hilfe für Haiti angehoben werden. Weiterhin kritisierte Hinz den Haushaltsentwurf 2011. Er gebe die völlig falsche Antwort auf die Herausforderung von aufgrund des Klimawandels immer häufiger auftretenden Naturkatastrophen. Hinz ist Hauptberichterstatterin im Haushaltsausschuss für den Etat des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
Textquellen: © dts
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