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Weltweit

Erdbeben zum Kindesraub genutzt?

D TT
31. Januar 2010 14:35 Uhr
147 Kommentare
Zehn Bürger der USA stehen unter Verdacht haitianische Kinder nach dem Erbeben am 12. Januar ohne weiteres Einverständnis entführt zu haben. Insgesamt soll es sich um 31 Kinder im Alter zwischen zwei Monaten und zwölf Jahren handeln.
Auf dem Inselstaat Haiti wurden zehn Menschen mit amerikanischer Staatsbürgerschaft auf Grund mutmaßlichen Kindesraubs nach dem schweren Erdbeben vom 12. Januar festgenommen. Dies gab der haitianische Sozial- und Arbeitsminister Yves Christallin in Port-au-Prince bekannt, so auch die sueddeutsche.de. Den Festgenommenen wird vorgeworfen, 31 Kinder zwischen 2 Monaten und zwölf Jahren entführt zu haben, damit sie diese außer Landes bringen konnten.

Die jeweils fünf Männer und fünf Frauen aus den USA wurden vergangenen Freitag nahe der Grenze zur Dominikanischen Republik festgenommen und von dort in eine Polizeistation nach Port-au-Prince gebracht.

Haitianische Kinder nach dem Erdbeben

Nach dem Desaster vom 12. Januar ist das Verfahren zur Adoption haitianischer Kinder beschleunigt worden. Zu den Festnahmen sagte Christallin: "Das ist Raub, nicht Adoption." Zuvor hatte die amerikanische Regierung ihre Bürger aufgerufen, sich bei der Adoption haitianischer Kinder in Geduld zu üben, um so ein transparentes Verfahren ablaufen zu lassen.

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Im Laufe der Berichterstattung berichtete ein Angehöriger eines der Festgenommenen dem Nachrichtensender NBC, es handele sich bei der ganzen Sache um ein Missverständnis. Christallin erläuterte weiterhin, die Festgenommenen gehörten zu der Hilfsorganisation New Life Children's Refuge, die ihren Sitz in Idaho habe. Die Behörden des Inselstaates haben indes eine umfangreiche Untersuchung angekündigt. Es obliegt jetzt dem Justizministerium, das weitere Verfahren festzulegen.
Bildquelle: © flickr.com/tcelestino, © flickr.com/46891418@N08
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7. September 2010 04:20 Uhr