Weltweit
EU übernimmt Griechenlands Finanzen
Svend H.
4. Februar 2010 06:40 Uhr
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Die EU-Kommission hat am Mittwoch beschlossen, den griechischen Staatshaushalt unter die Kontrolle der EU zu stellen. Sie reagiert damit auf das überbordende Staatsdefizit und die jahrelangen falschen Meldungen der Griechen über ihre Finanzen und ihre Verschuldung.
Griechenland hat zurzeit eine Neuverschuldungsquote von knapp 13% seines Bruttoinlandsproduktes. Erlaubt sind nach den Richtlinien des sogenannten Maastricht-Vertrages, auch als Stabilitätspakt bezeichnet, sind aber nur 3% erlaubt. Nachdem die griechische Vorgängerregierung sich nicht an
Sparzusagen gehalten hat, verschärft die EU jetzt das laufende Verfahren gegen Griechenland. Die griechische Regierung erhält bis 2012 Zeit, um die Neuverschuldung des Landes auf unter 3% zu senken, das entspricht einer Senkung um 75%, so spiegel.de. Zwar erhält sie damit zwei Jahre mehr Zeit als bisher, im Gegenzug muss sie allerdings der EU-Kommission alle zwei bis drei Monate Bericht über ihre Sparerfolge erstatten. Sollte sie das Ziel nicht erreichen, droht eine Geldstrafe. Es wäre das erste Mal, dass die EU zu diesem drastischen Mittel greifen würde.
Zudem hat die EU-Kommission ebenfalls am Mittwoch ein neues Verfahren gegen Griechenland eingeleitet. Hierbei geht es darum, dass Griechenland falsche Wirtschaftsstatistiken gemeldet und
veröffentlicht haben soll. Diese waren (und sind) Voraussetzung dafür, dass ein Land der Gemeinschaftswährung beitreten kann.
Viele Experten fürchten nun, dass die Krise in Südeuropa, neben Griechenland haben auch Italien, Spanien und Portugal hohe Verschuldungsquoten, negative Auswirkungen auf den Euro haben könnte. Wenn der Euro zu stark abgewertet wird, das heißt wenn er gegenüber dem US-Dollar, der internationalen Leitwährung, zu stark an Wert verliert, hätte das Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft in der Euro-Zone.
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) machte am Mittwoch klar, dass Griechenland nicht mit finanzieller Hilfe seiner Nachbarn rechnen dürfe. Das würde ein "falsches Signal" setzen. Griechenland habe über seine Verhältnisse gelebt und andere über sein Situation getäuscht, deshalb sieht er jetzt Griechenland "in der Pflicht, seine Konsolidierungsbemühungen glaubhaft umzusetzen."
Sparzusagen gehalten hat, verschärft die EU jetzt das laufende Verfahren gegen Griechenland. Die griechische Regierung erhält bis 2012 Zeit, um die Neuverschuldung des Landes auf unter 3% zu senken, das entspricht einer Senkung um 75%, so spiegel.de. Zwar erhält sie damit zwei Jahre mehr Zeit als bisher, im Gegenzug muss sie allerdings der EU-Kommission alle zwei bis drei Monate Bericht über ihre Sparerfolge erstatten. Sollte sie das Ziel nicht erreichen, droht eine Geldstrafe. Es wäre das erste Mal, dass die EU zu diesem drastischen Mittel greifen würde. Zudem hat die EU-Kommission ebenfalls am Mittwoch ein neues Verfahren gegen Griechenland eingeleitet. Hierbei geht es darum, dass Griechenland falsche Wirtschaftsstatistiken gemeldet und
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Viele Experten fürchten nun, dass die Krise in Südeuropa, neben Griechenland haben auch Italien, Spanien und Portugal hohe Verschuldungsquoten, negative Auswirkungen auf den Euro haben könnte. Wenn der Euro zu stark abgewertet wird, das heißt wenn er gegenüber dem US-Dollar, der internationalen Leitwährung, zu stark an Wert verliert, hätte das Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft in der Euro-Zone.
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) machte am Mittwoch klar, dass Griechenland nicht mit finanzieller Hilfe seiner Nachbarn rechnen dürfe. Das würde ein "falsches Signal" setzen. Griechenland habe über seine Verhältnisse gelebt und andere über sein Situation getäuscht, deshalb sieht er jetzt Griechenland "in der Pflicht, seine Konsolidierungsbemühungen glaubhaft umzusetzen."
Bildquelle: © stock.xchng