Weltweit
EU: Weniger Leistungen, mehr Gebühren
Lukas F.
20. August 2010 10:48 Uhr
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Die Wirtschaftskrise hinterlässt ihre Spuren und trotzdem werden die europäischen Bürger verstärkt zur Kasse gebeten. Europaweit werden Sozialleistungen drastisch gekürzt und gestrichen, teilweise auch neue Steuern und Gebühren eingeführt.

Für besonders viel Aufsehen sorgt Großbritannien. Dort sollen Hochschulabsolventen zukünftig, zusätzlich zur Einkommenssteuer, auch noch Akademikersteuern bezahlen, berichtet welt.de. Dafür fallen die teuren Studiengebühren von 3200 britischen Pfund weg. Die Steuern sollen die Akademiker dafür ihr ganzes restliches Leben zahlen, egal wie lang die Zeit an der Hochschule war.
Verkürzte Arbeitslosengeldansprüche in Dänemark
Auch in Dänemark will die Regierung nach der Sommerpause drastische Sparmaßnahmen einleiten, so drs.ch. Die Arbeitslosengeldansprüche sollen demnach von vier auf zwei Jahre gekürzt werden. Auch plant man die Streichung der Familienzuschüsse owie die Steuererlassungen für Reiche. Ministergehälter sollen um fünf Prozent gekürzt werden.

In Deutschland scheint auch alles auf erhebliche Steuererhöhungen zu zulaufen. Die Fachseite versicherungen-forum.net hält Erhöhungen von Mehrwert- und Versicherungssteuern im Jahr 2010 für sehr wahrscheinlich. Bereits im Mai gab es einen Vorschlag zur Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 25 Prozent. Die Regierung steht dem bislang jedoch skeptisch gegenüber, so spiegel.de.
Renteneinsparungen in den Niederlanden
Von Student zu Rentner - In den Niederlanden werden laut dutchnews.nl bis zu 14 Prozent Renteneinsparungen vorgenommen. Besonders hart trifft es diejenigen, die bereits Rentner sind. Menschen unter 65 haben dagegen noch Zeit, um ihre Finanzen aufzustocken und langfristig zu sparen.
Polen: Mehrwertsteuer steigt auf 23 Prozent
Die polnische Regierung hat derweil den Beschluss zu Mehrwertsteuererhöhungen verabschiedet, meldet börsen-zeitung.de. Die Mehrwertsteuer soll demnach von 22 auf 23 Prozent erhöht werden. Der Satz für unverarbeitete Nahrungsmittel steigt von drei auf fünf Prozent, für verarbeitete Lebensmittel sinkt der Regelsatz von sieben auf fünf Prozent. Laut dem Ministerpräsidenten Donald Tusk, sollen die Menschen so wenig wie möglich unter den Folgen leiden.

EU-Steuer wird ab 2014 fällig
Noch dazu legt die EU-Kommission im September die zu zahlenden Werte der kommenden EU-Steuer fest (Newspoint berichtete). Nach bild.de sollen alle EU-Bürger die neue Steuer ab 2014 zahlen.
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