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Weltweit

Debatte um den Rückzug aus Afghanistan

Dennis J.
8. September 2009 19:10 Uhr
472 Kommentare
Der Luftschlag auf zwei von Taliban entführte Tanklaster soll auch zivile Opfer gefordert haben. Nach Kritik an Verteidigungsminister Jung gerät nun die allgemeine Debatte um den Rückzug der Bundeswehr aus Afghanistan auf die Liste der Themen zur Bundestagswahl.
Laut Bundesverteidigungsminister Jung gab es nach afghanischen Angaben 50 Todesopfer, welche ausschließlich Terroristen gewesen sein sollen. Nun bestätigen jedoch NATO-Berichte, dass wesentlich mehr Opfer und unter ihnen auch unschuldige Zivilisten getötet wurden. Es soll zu voreilig von Seiten des Verteidigungsministers gehandelt worden sein.


Sollen deutsche Soldaten aus Afghanistan abgezogen werden?

Nun steht der Rückzug Deutschlands aus Afghanistan zur Debatte. Dies ist eines der Kernziele der Partei "Die LINKE", die diese Forderungen unterstützt. Die Debatte ist aber noch lange nicht ausgetragen, da sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gestern in der ARD "Wahlarena" kritisch dazu äußerte. Afghanistan müsse bis 2014 eine starke Sicherheitskraft aufbauen, damit die Taliban keine Kontrolle über das Land gewinnt.

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Christian Schmidt (CSU) äußerte sich negativ zur Debatte, da es gefährlich für die deutschen Soldaten sein könnte, falls die Diskussion um den schnellen Abzug aus Afghanistan lauter werde. Dann sei auch mit erneuten Anschlägen der Taliban zu rechnen. Horst Seehofer (CSU) meint darüber hinaus, dass die Menschen nicht genug über die Zustände in Afghanistan informiert seien, sodass viele Stimmen laut werden, es sei besser sich aus Afghanistan zurückzuziehen, ohne über die Hintergründe des Einsatzes dort informiert zu sein. Ein Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" besagt, dass ein Rückzug schrittweise ab 2015 geplant sei.

Aufgrund der klaren Fronten beziehen die Parteien wieder Stellung und bringen neue Spannung in den diesjährigen Bundestagswahlkampf.
Bildquelle: © flickr.com / Army.mil
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23. Mai 2012 22:14 Uhr