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Weltweit

Das Leben an der Unfallkurve

Marc W.
19. Juli 2009 23:19 Uhr
141 Kommentare
Jedes Jahr passiert es mindestens dreimal - Unfall auf der B96 bei Holscha; die Stelle der B96, die schon vielen Menschen das Leben kostete. Trotz Initiativen unternimmt die Polizei nichts.
Völlig normale Tage, die plötzlich durch einen lauten Knall und quietschenden Reifen erschüttert werden, sind hier nichts Ungewöhnliches mehr.
Es geht um die Kurve in der 70er Zone auf der B96 bei Holscha. Anwohner erleben jedes Jahr wieder diese Kurve vielen Fahrern zum Verhängnis wird.
In der Nacht des 12. Juli erreichte es wieder seinen Höhepunkt. Ein Fahrer verliert aus bisher ungeklärter Ursache die Kontrolle über seinen Wagen in der Kurve und landet etwa 300 Meter weiter auf dem Dach im Großen Holschaer Teich. Anwohner wurdden durch den Knall wach und suchten die Umgebung ab. Schnell fanden sie einen PKW auf dem Dach liegend im Wasser. Zufällig kam innerhalb weniger Sekunden ein Partybus voller Hochzeitsgäste, die anhielten und sofort ins Wasser sprangen, das Auto auf die Seite drehten und den Mann retteten. Die wahren Helden dieser Nacht waren diese Hochzeitsgäste, die wie ein straff organisiertes Kommando funktionierten! Der Mann wurde an Ort und Stelle von Sanitätern wiederbelebt, erlag jedoch seinen Verletzungen später im Bautzener Krankenhaus.

Unfälle in solchem Ausmaß sind hier keine Ausnahme. Diese Kurve wird oft unterschätzt und man selbst überschätzt sich dabei. Die Ursache von allen Unfällen: unterschätzte Wetterverhältnisse, zu hohe Geschwindigkeit, der glatte Asphalt an der Innenseite der Kurve und die unterschätzte Kurve führen dazu, dass die Fahrer die Kontrolle über ihren Wagen in der Kurve verlieren, der Wagen untersteuert oder übersteuert und viele der Fahrer in der großen Hecke meiner Großtante landen, an der eine Korkenzieherweide steht. So ist es fast unzumutbar für uns jedes Jahr Menschen zu erleben, welche unter Schock stehen, Menschen, die einem auf dem Schoß mit Verletzungen fast wegklappen oder Menschen, die in ihren eigenem Auto verbrennen ohne dass auch nur die Chance einer möglichen Hilfe bestand.
Die Idee einen stationären Blitzer am Kurveneingang aufzustellen erwiderte die Polizei mit einem Schreiben, in dem laut Statistik die Unfälle in diesem Bereich der B96 zurückgegangen sind. Dennoch wäre es noch besser selbst einmal in die Blitzerfalle zu geraten, wenn man damit Menschenleben retten könnte. Ein stationärer Blitzer würde sich sehr schnell herumsprechen. Es sollte Ziel sein, dass endlich etwas unternommen wird, um die Situation der Straße zu entschärfen. 70 wird in dieser Kurve niemand fahren, solange hier kein stationärer Blitzer steht.
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redakteur
8. Februar 2012 14:00 Uhr