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Weltweit

Bundeswehr zieht Konsequenzen

Kathi W
28. Februar 2010 09:38 Uhr
303 Kommentare
Nach den Berichten über entwürdigende Aufnahmerituale im oberbayerischen Mittenwald zieht die Bundeswehr nun die Konsequenzen. Die Führung soll im Oktober ausgetauscht werden. Zu Guttenberg spricht von einem Einzelfall.
Nach den Schlagzeilen über die unmenschlichen Aufnahmerituale im Mittenwälder Hochgebirgsjägerzug zieht die Bundeswehr nun die Konsequenzen. Laut einem Sprecher des Heeres, habe man sich nach dem derzeitigen Ermittlungstand für einen personellen Wechsel in der Führung entschieden, berichtete web.de. Allerdings betonte der Sprecher, dass die Ermittlungen noch liefen und weitere Konsequenzen nicht ausgeschlossen seien.

Nach dem Bericht des Wehrbeauftragten Reinhold Robbe
soll es in Mittenwald Aufnahmerituale, wie das Essen roher Schweinsleber oder das Trinken von Alkohol bis zum Erbrechen gegeben haben. Der Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg spricht trotz alledem von Einzelfällen. Er wahre sich davor, ein Pauschalurteil über alle Soldaten der Bundeswehr zu sprechen, denn man spreche von ca. 250 000 Soldaten, die alle einen erstklassigen Dienst verrichten. Dennoch werde die Prüfung jedes einzelnen Falles mit Nachdruck und Vernunft erfolgen.

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Der Kommandeur der zehnten Panzerdivision und oberste Truppenvorgesetzte der Mittenwalder Einheit, General Erhard Bühler, gab in einer Pressemitteilung bekannt, dass dem Hochgebirgsjägerzug vor etwa zehn Jahren diese Rituale verboten worden seien, dass sie aber, wie aus sichergestellten Tagebüchern bekannt wurde, im Geheimen weitergeführt wurden.
Der sicherheitspolitische Sprecher der Grünen, Omid Nouripour, sprach laut sueddeutsche.de[I] von einem "eklatanten Führungsversagen" und forderte eine Reform in der Offiziersausbildung.
Bildquelle: © stock.xchng
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redakteur
8. Februar 2012 14:38 Uhr