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Blair rechtfertigt Irak-Krieg mit 9/11
J. N. H.
30. Januar 2010 17:34 Uhr
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Für den umstrittenen Einsatz der Briten im Irak-Krieg musste sich der ehemalige britische Premierminister Tony Blair vor dem Untersuchungsausschuss rechtfertigen. So begründete er den Einsatz der Briten im Irak durch die Anschläge vom 11. September 2001 in den USA. Dieses Ereignis habe die geschätzte Bedrohung durch Saddam Hussein „dramatisch verändert“.

Die Verbindung zwischen Al Kaida und dem Regime Husseins wurde damals durch die US-Regierung unter George W. Bush hergestellt, so tagesschau.de. An der Seite der USA zogen dir Briten im März 2003 in den Irak. Im Focus der Untersuchungen steht die Frage, inwiefern Blair über die angeblichen Massenvernichtungswaffen des Iraks informiert war und ob die Briten durch ihren Einmarsch im Irak ohne UN-Mandat gegen geltendes Völkerrecht verstoßen haben. Der frühere britische Premierminister gab an, dass er sich durchaus der „Kehrseite“ eines Krieges bewusst gewesen sei, doch vertrete er noch immer die Meinung, dass es "Schurkenstaaten" nicht gestattet werden dürfte, Massenvernichtungswaffen herzustellen. "Ein militärischer Einsatz ist immer der letzte Ausweg, den man in Erwägung zieht."
Während des Irak-Einsatzes von 2003 bis 2009 kamen 179 Briten ums Leben.
John Chilcot, welcher Vorsitzender des Untersuchungsausschusses ist, äußerte sich wie folgt: "Der Einsatz im Irak ist immer noch eine Angelegenheit, die spaltet. Vor allem für die, die ihre Lieben verloren haben."
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Bereits seit November tagt der Untersuchungsausschuss, vor welchem schon zahlreiche amtierende sowie ehemalige Regierungsbeamte und Minister aussagen mussten. Dabei handelt es sich allerdings um keinen Prozess, sodass die Aussagen keinerlei strafrechtliche Konsequenz haben.
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