login
 
profil
 
neues von...
 
antworten auf...
 
leserschaft
 
einstellungen
 
artikel schreiben
 
Weltweit

Berlin schafft Hauptschulen ab

J. N. H.
15. Januar 2010 18:19 Uhr
1233 Kommentare
Die neue Berliner Schulreform schafft das dreigliedrige Schulsystem ab. Neben dem Gymnasium wird es künftig nur noch Sekundarschulen geben, was bei vielen Menschen auf Skepsis stößt.
In Berlin wird es künftig keine Haupt-, Real- und Gesamtschulen mehr geben. Diese werden nun zu integrierten Sekundarschulen mit ganztägiger Betreuung zusammengeführt. Unverändert sollen die Gymnasien erhalten bleiben. Diese Schulreform wurde Donnerstagabend vom Berliner Abgeordnetenhaus beschlossen. Schon im Vorfeld galt die Zustimmung von Schulsenator
Jürgen Zöllner (SPD) als sicher, so süddeutsche.de.


Noch vor dem kommenden Schuljahr soll die Reform umgesetzt werden. Diese Entwicklung stößt vor allem bei den Eltern auf Unmut, welche ein sinkendes Lernniveau befürchten. Lob kam hingegen seitens der Berliner Wirtschaft. Jürgen Wittke, Hauptgeschäftsführer der Berliner Handwerkskammer, äußerte sich wie folgt zum Thema: "Dies könnte ein wegweisendes Modell für die ganze Republik werden". Ein weiterer Befürworter der Berliner Schulreform ist die Industrie- und Handelskammer. Auch viele Betriebe hoffen auf bessere Leistungen. Die neuen Schulen, in welchen Haupt- und Realschüler künftig gemeinsam, jedoch mit abgestuftem Programm unterrichtet werden, sollen handwerklichen Schülern die Möglichkeit bieten, wöchentlich an bis zu drei Tagen Praktika zu absolvieren – natürlich neben dem Unterricht.

umfrage

Das neue Schulsystem soll nicht nur bessere Chancen für Hauptschüler bieten, sondern auch die bisherigen Realschüler und Kinder mit akademischem Potential angemessen fördern. Sekundarschülern wird die Möglichkeit geboten nach zwölf oder 13 Jahren Abitur zu machen. Als einen "wichtigen Schritt in die richtige Richtung" bezeichnete Rose-Marie Seggelke, die Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW, die neuen Entwicklungen, da das dreigliedrige Schulsystem den Anforderungen nicht mehr entspreche. Die integrierten Sekundarschulen könnten zudem ein wichtiger Schritt sein, um den "unglücklichen Zusammenhang" von sozialer Herkunft und Bildungschancen aufzubrechen.
Bildquelle: © stock.xhng
autor
23. Mai 2012 22:03 Uhr