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Weltweit

Auflösung der Schweiz gefordert

Thomas Lerche
3. September 2009 21:23 Uhr
424 Kommentare
Muammar el-Gaddafi, selbsternannter Revolutionsführer und ehemaliges Staatsoberhaupt Libyens fordert, wie das Schweizer Fernsehen berichtet, die Auflösung des Schweizer Staatsterritoriums. Laut Gaddafi soll die Schweiz aufgeteilt und an deren Nachbarländer verteilt werden.
Bereits in Italien beim G8-Gipfel habe Muammar el Gaddafi die Auflösung der Schweiz gefordert. Dies berichtete das Schweizer Fernsehen in der Sendung "10vor10". Die Vizepräsidentin der Außenpolitischen Kommission des Schweizer Nationalrates, Christa Markwalder berichtet, Gaddafi solle von einer Verteilung des schweizerischen Staatsterritoriums an die Nachbarländer gesprochen haben. Nun soll sich die UN-Generalversammlung ab 15. September mit diesem Fall befassen, deren Vorsitz in diesem Jahr von Libyen gestellt wird.

Die Schweiz und ihre religiöse Aufteilung.

Grund für die Verstimmung des selbsternannten Revolutionsführers dürften die damaligen Streitigkeiten zwischen den beiden Staaten sein. Gaddafis Sohn mitsamt seiner Frau wurden unter dem Vorwurf der Misshandlung Hotelangestellter in der Schweiz vorübergehend festgenommen. Nur gegen eine Kaution von einer halben Millionen Franken (330 000 Euro) kamen die beiden frei. Daraufhin verbot Libyen zwei Schweizern die Ausreise, die jetzt bereits seit mehr als 400 Tagen festsitzen, weil sie gegen Visabestimmungen verstoßen haben sollen. Ein Abkommen, das der Schweizer Bundespräsident Hans-Rudolf Merz mit dem libyschen Ministerpräsidenten El Baghdadi Ali el Mahmoudi unterzeichnete, welches die Freilassung bis 1. September dieses Jahres beinhaltete blieb ohne Wirkung.


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