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Weltweit

Afghanistan-Mandat verlängert

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27. Januar 2012 17:19 Uhr
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Der Bundestag hat das Mandat für den Bundeswehreinsatz in Afghanistan mit großer Mehrheit verlängert. Ab Februar liegt die neue Obergrenze bei 4.900 Soldaten. Der Abzug der Truppen soll 2014 abgeschlossen sein.


Abzug bis 2014
Im Bundestag stimmten 424 Abgeordnete mit Ja und 107 mit Nein für die Mandatsverlängerung. Es gab 38 Enthaltungen. Vor allem Die Linke ist gegen die Verlängerung, aber auch einige Abgeordnete der Grünen und der SPD stimmten dagegen.
Neben der Mandats-Verlängerung für ein Jahr, wurde auch der Abzug aller im Land stationierten Bundeswehrsoldaten bis Ende 2014 beschlossen. Ab Februar liegt die Obergrenze des Mandats bei 4.900 Soldaten statt wie bisher bei 5.350. Im Januar 2013 soll die Truppenstärke nur noch 4400 Soldaten betragen, also noch einmal um 500 Mann verkleinert werden, so spiegel.de.

"Der Einsatz war richtig"
Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) verteidigte im Vorfeld den Einsatz der Bundeswehr am Hindukusch: "Vorher weiß man oft nicht, was ein solcher Einsatz an Geld und Blutzoll kostet. Aber der Einsatz war richtig", sagte er am Donnerstag im
ZDF-"Morgenmagazin". "Wenn wir weg sind, darf nichts gefährdet werden von dem, was wir aufgebaut haben", sagte de Maiziere. Es gehe um einen "sicheren, geordneten und nachhaltigen Übergang". Die afghanischen Sicherheitskräfte müssten entsprechend aufgebaut werden, um die Sicherheitsverantwortung übernehmen zu können. Er sagte aber auch, dass man Afghanistan nach 2014 nicht allein lassen werde.



Abzug trotz schlechter Sicherheitslage
Der Abzug wurde beschlossen, obwohl die Sicherheitslage in Teilen des Landes noch sehr angespannt ist. So wurde am Donnerstag in der südafghanischen Provinz Helmand ein Selbstmordattentat verübt, dem mindestens drei Zivilisten zum Opfer fielen. Außerdem wurden 30 weitere Personen verletzt. Die Polizei teilte mit der Attentäter hätte sein Auto vor dem Wiederaufbauteam(PRT) in der Provinzhauptstadt Lashkar Gahder in die Luft gesprengt. Möglicherweise sei auch eine Ausländerin unter den Verletzten.
Bildquelle: © commons.wikimedia.org/ erebino, © fotos.piqs.de/maczac
redakteur
23. Februar 2012 05:41 Uhr