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Weltweit

Acht Jahre Mythen um 9/11-Terror

Thomas Lerche
11. September 2009 11:09 Uhr
509 Kommentare
Hinter den Anschlägen des 11. September 2001, u. a. auf das World-Trade-Center in New York, vermuten viele Skeptiker die US-Regierung. Sie finden in jedem Detail neue Verschwörungs-Puzzlestücke, meist aufgrund merkwürdiger Verhaltensweisen und Angaben von Behörden. War 9/11 "ein Inside-Job"?
Nach acht Jahren ist das Trauma noch nicht überwunden. Als Präsident Obama am 27. April dieses Jahres in der Air-Force-One begleitet von zwei F-16-Kampfjets für Fotoaufnahmen die Skyline von Manhatten entlang fliegt, bricht Panik aus. Menschen rennen aus Hochhäusern, bis sich der Vorfall als "falscher Alarm" herausstellt. Das Weiße Haus entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten. Der Schock aus vergangener Zeit ist noch präsent.


Nach dem Einsturz der Zwillingstürme mussten Tonnen von Schutt beseitigt und tausende Menschen medizinisch versorgt werden.

Bei den Terroranschlägen des 11. September 2001 kamen mindestens 3015 Menschen ums Leben. 19 Attentäter entführten vier Passagierflugzeuge und setzten diese gezielt in Selbstmordanschlägen als Waffe ein. In vielen Verschwörungsfilmen, wie Zeitgeist, wird der Zuschauer eindringlich zu der Frage geführt, wem die Anschläge des elften September wirklich nutzten. Nach Meinung der Amateur-Produzenten vor allem der US-Regierung. Deshalb lassen die Macher selbst ernannte Experten zu Wort kommen, die jedes Detail auseinandernehmen, wie sie es brauchen. Woher die Informationen kommen spielt keine Rolle. Fragliche Zusammenhänge werden hergestellt, es wird behauptet und vermutet. Beweisen sollen es meist andere.

Doch auch die US-Regierung hat ihren Teil dazu beigetragen, dass sich die Hetzen gegen Amerika und Israel im Netz zu populärem Halbwissens-Kult entwickeln. Vom Einschlag eines Flugzeuges ins Pentagon wurden lange nur fünf Standbilder veröffentlicht, die gar nichts zeigten. Und wer auf dem zuletzt freigegebenen Video-Schnipsel eine Lenkrakete sehen will, der wird das auch. Es hieß der Staub der eingestürtzen Gebäude sei ungefährlich. Doch nun weisen Lungenerkrankte in New York einen neuen gefährlichen Husten auf.


Viele Kritiker glauben bis heute nicht an einen Flugzeugeinschlag im Pentagon.

Dabei sind die meisten Fragen der Verschwörungstheoretiker längst beantwortet - Nur hören wollen sie das nicht. Warum stürzte Gebäude 7 ein? Wo sind die Trümmer des Flugzeuges, das ins Pentagon flog? Warum funktionierte die Flugabwehr nicht und weshalb blieb der damalige Präsident Bush noch bei den Kindern in der Schule sitzen, als die Gefahr längst bekannt war? Die Antworten gibt unter anderem Spiegel Online.

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Trotzdem bringen die Fragen der ständigen Kritiker zurecht neue Sichtweisen auf globale Prozesse. Doch warum dabei meist von einer globalen Verschwörung ausgegangen wird, in der vorzugsweise auch alle Medien (inklusive Newspoint mit diesem Artikel) involviert sind, sollten sie sich selbst auch fragen. Jüngst wurde sogar Kritik am Fernsehsender ORF laut, weil er verschwörerische Filme zu 9/11 ohne eine entsprechende Gegendarstellung ausstrahlte.
Was ist dran an den Verschwörungstheorien um den 11. September 2001?
Bildquelle: © commons.wikimedia.org/Jeffmock, © flickr.com/slagheap
23. Mai 2012 21:52 Uhr