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Weltweit

41 Einheiten Kokain geschluckt

Melina Loschen
7. August 2009 07:55 Uhr
596 Kommentare
Der Drogenschmuggel einer 30-jährigen Thailänderin am Frankfirter Flughafen flog auf. Zollfahnder haben im Körper der Frau 300 Gramm Kokain in 41 abgepackten Portionen festgestellt - und eine Schwangerschaft.
Am Frankfurter Flughafen nahmen Zollfahnder gegen Ende Juli eine junge Thailänderin ins Visier, die sich auffällig verhalten hatte. Bei einer Röntgenuntersuchung wurden in ihrem Magen und Darm 41 abgepackte Päckchen hochkonzentrierten Kokains zu je acht Gramm gefunden.
Laut Schätzungen beträgt der Straßenverkaufswert des Kokains ungefähr 64.000 Euro. Die ersten Päckchen schied die Schwangere bereits auf der Spezialtoilette des Flughafens aus.
Ein Richter verordnete die Untersuchungshaft und einen Krankenhausaufenthalt, zur Beobachtung der weiteren Ausscheidung der gefährlichen Drogenpäckchen.


Im Krankenhaus wurde bei einer ärztlichen Routineuntersuchung ebenfalls eine Schwangerschaft im Frühstadium festgestellt. Von dieser will die Frau jedoch nichts gewusst haben. Gerade im frühen Stadium einer Schwangerschaft werden Röntgenuntersuchungen nur in dringenden Fällen durchgeführt, da die Strahlen einen bleibenden Schaden beim Embryo verursachen können.

Die Frau, die ihrem Ticket zufolge ihre Reise nach Vietnam fortsetzen wollte, erwartet nun vermutlich eine Gefängnisstrafe im deutschen Justizvollzug. Der sogenannte Körperschmuggel, durchgeführt von Bodypackern, birgt enorm große Risiken. Hierbei werden pulverisierte Drogen - meist in Kondomen - abgepackt, verschluckt und hinterher wieder ausgeschieden. Wenn eines der Behältnisse platzt, besteht akute Lebensgefahr, einige Todesfälle sind bekannt.
Bildquelle: © flickr.com/makelessnoise/
8. Februar 2012 14:42 Uhr