Weltweit
200.000 manipulierte Wahl-Stimmen
Thomas Lerche
8. September 2009 21:10 Uhr
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Bei der Präsidentenwahl in Afghanistan wurden durch die Wahlkommission 200.000 Stimmen für ungültig erklärt. Unter anderem seien bis zu 800 "Phantom-Wahllokale" eingerichtet worden, aus denen tausende Stimmen für den amtierenden Präsidenten Hamid Karsai eingereicht wurden.
Nach der afghanischen Präsidentenwahl wurden 200.000 Stimmen für ungültig erklärt. Die Stimmen seien durch Betrug zustande gekommen. Der Leiter der Wahlkommission, Daud Ali Nadschafi, sagte: "In einigen Regionen war die Beteiligung höher als die Zahl der Stimmzettel, die wir an die Wahllokale geschickt haben." Eine zweifache Prüfung führte zu dem Ergebnis, dass es in 447 Wahllokalen zu Unregelmäßigkeiten gekommen sei.
Gefälschte Stimmzettel - in Afghanistan Realität, in Deutschland undenkbar?
Der amtierende Präsident Hamid Karsai habe aus bis zu 800 'Phantom-Wahllokalen' tausende Stimmen erhalten, berichtet die New York Times. Gegenüber der Zeitung Le Figaro bestätigte Karsai, dass Wahlbetrug nicht auszuschließen ist uns sagte wörtlich: "Was Wahlen angeht, hat es 2004 Betrug gegeben, es gibt ihn heute und es wird ihn auch morgen geben. In einer im Entstehen begriffenen Demokratie ist dies leider unvermeidlich" Dimitra Ioannou, Mitglied der EU-Wahlbeobachtermission sprach gegenüber dem Tagesspiegel von "Wahlbetrug im großen Stil".
Nach dem aktuellen Stand der Auszählung ist Hamid Karsai mit 54 Prozent der Stimmen in Führung. Mit dieser absoluten Mehrheit wäre eine zunächst befürchtete Stichwahl hinfällig und Karsai alter und neuer Präsident Afghanistans.
Gefälschte Stimmzettel - in Afghanistan Realität, in Deutschland undenkbar?
Der amtierende Präsident Hamid Karsai habe aus bis zu 800 'Phantom-Wahllokalen' tausende Stimmen erhalten, berichtet die New York Times. Gegenüber der Zeitung Le Figaro bestätigte Karsai, dass Wahlbetrug nicht auszuschließen ist uns sagte wörtlich: "Was Wahlen angeht, hat es 2004 Betrug gegeben, es gibt ihn heute und es wird ihn auch morgen geben. In einer im Entstehen begriffenen Demokratie ist dies leider unvermeidlich" Dimitra Ioannou, Mitglied der EU-Wahlbeobachtermission sprach gegenüber dem Tagesspiegel von "Wahlbetrug im großen Stil".
Nach dem aktuellen Stand der Auszählung ist Hamid Karsai mit 54 Prozent der Stimmen in Führung. Mit dieser absoluten Mehrheit wäre eine zunächst befürchtete Stichwahl hinfällig und Karsai alter und neuer Präsident Afghanistans.
Bildquelle: © flickr.com / Awaya-Legends
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