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Zwei glorreiche Halunken

Christian Gall
28. Juli 2009 22:55 Uhr
17 Kommentare
Sergio Leones Abschluss der Dollar-Trilogie gilt nicht nur als Meisterwerk des Italowestern, sondern wird auch häufig zu den besten Western aller Zeiten gezählt.
Anders als der katastrophale deutsche Titel "Zwei glorreiche Halunken" es vermuten lassen würde, stehen in Leones Werk drei Protagonisten im Mittelpunkt des Geschehens – der Gute (il buono: Clint Eastwood in der Rolle des namenlosen Blonden), der Böse (il brutto: der skrupellose Auftragskiller Sentenza) und der Abscheuliche (il cattivo: Tuco, ein mexikanischer Bandit). Nach der ausführlichen Einführung ebenjener Charaktere wird der Fokus auf eine Geldkassette mit dem Inhalt von 200.000 $ gelenkt, die das Interesse der drei Hauptfiguren weckt. Diese machen sich daraufhin auf die Suche nach dem Objekt der Begierde, wobei sich unweigerlich ihre Wege kreuzen. Um an ihr Ziel zu gelangen, müssen sie dabei auch Zweckbündnisse untereinander eingehen. Die Revolverhelden tasten sich immer näher zum Gold vor, doch in letzter Konsequenz wäre keiner von ihnen dazu bereit, die Beute zu teilen. Der finale Showdown rückt immer näher…
Kultregisseur Quentin Tarantino nannte dieses Werk seinen Lieblingsfilm.

Alles an "Il buono, il brutto, il cattivo" ist meisterlich. Trotz einer Spielzeit von etwa 170 Minuten gelingt es Sergio Leone, das Interesse des Zuschauers zu jeder Sekunde aufrecht zu erhalten. Aus dem an und für sich simplen Plot kann er das absolute Maximum herausholen: Die handwerkliche und narrative Brillanz des Regisseurs kommt während der knapp drei Stunden deutlich zum Ausdruck. Die Figuren sind sehr gut gezeichnet und werden von erstklassigen Darstellern verkörpert. Jede einzelne Szene ist ein Highlight für sich; jedes Bild kann man sich ausdrucken und an die Wand hängen. Ebenso perfekt ist der Score, der vom großartigen Ennio Morricone komponiert wurde, welcher unter Leone generell zu Höchstform auflief. Abgerundet wird das Meisterwerk schließlich durch den großen Showdown der drei Protagonisten, bei dem die Spannung bis auf die Spitze getrieben wird.

Unbedingt empfehlenswert.
Bildquelle: © flickr.com/crowt59
redakteur
7. Februar 2012 10:42 Uhr