login
 
profil
 
neues von...
 
antworten auf...
 
leserschaft
 
einstellungen
 
artikel schreiben
 
TV

"The Voice" vs. DSDS: Was ist besser?

Hon Gre
7. Januar 2012 16:43 Uhr
296 Kommentare
Es ist momentan DIE neue Castingshow. The „Voice of Germany“ ist der Quotenhit von ProSieben und Sat.1. Wird das ältere Format DSDS dagegen ankommen? Wodurch zeichnen sich beide Sendungen aus? Gibt es neben dem "The Voice" überhaupt noch Platz für DSDS?
Eins haben die beiden Castingshows gemeinsam: Sie suchen laut Titel den besten Sänger Deutschlands. Nur macht „The Voice“ dabei scheinbar klar: Uns geht es wirklich um die Stimme. DSDS setzt auf das Gesamtpaket und sucht einen „Superstar“.

Unterschiedliche Ziele?
Bisher kannten wir in der Bundesrepublik nur DSDS. Auch dieses Format war keine Erfindung Dieter Bohlens, sondern auch nur das eingekaufte „Pop Idol“ aus Großbritannien. Das Prinzip ist denkbar einfach. Sänger oder welche, die es mal werden wollen, treten vor eine Jury aus Vertretern der Popindustrie und kommen abhängig von deren Einschätzung eine Runde weiter bis in die Mottoshows, bei denen die Zuschauer dann erstmals live die Darbietungen sehen und für ihre Favoriten anrufen können. Am Ende bleibt der Sieger übrig. Soweit so gut.

Der Wandel von DSDS
In Deutschland ist DSDS im Grunde die „Dieter-Bohlen-Show“. Seit der ersten Staffel hat der sogenannte "Pop-Titan" auf allem seine Hand. Wo zu Beginn noch echte Vertreter der Popindustrie saßen, sitzen nun wahlweise auch Tänzer, Moderatoren oder jetzt sogar ein Modelcoach. Bohlen selbst soll die Riege seiner Mitstreiter staffelweise austauschen. So auch zum Bedauern von Fernanda Brandao und Patrick Nuo, die laut promiflash.de zuletzt aus den Medien von ihrem Juroren-Ende erfahren haben sollen. Auch die Stimmen rückten von Staffel zu Staffel mehr und mehr in den Hintergrund. Wo einst noch eine Juliette Schoppmann schmetterte, ist nun kein ebenbürtiger Stimmunfang mehr zu hören. Ebenso die Mottoshows haben keine rechten Mottos mehr. So wurde nach wenigen Staffeln die Bigband-Show gestrichen und sich mehr auf Love- und Popsongs konzentriert. Ein Erfolgsgarant sind scheinbar auch die persönlichen Schicksalsschläge der Kandidaten, die mit den stimmlichen Leistungen eigentlich wenig zu tun haben. Aber auch das scheint zum „Superstar“ zu gehören. DSDS setzt in den Castings zudem mehr auf die Zurschaustellung von teilweise scheinbar persönlichkeitsgestörter oder talentfreier Menschen, gefolgt von Dieter Bohlens „kreativen“ Verbalbewertungen, die viele Kandidaten danach medienwirksam als demütigend empfinden. Aber der soziale Abwärtsvergleich funktioniert. Gerade die letzte Staffel brachte wieder Traumquoten, zumal neben einem Sieger der Herzen auch seine Herzensdame, die erst Rausgewählte und später Zweitplatzierte mitvermarktet werden konnte.



Und plötzlich können alle singen
ProSieben hingegen hatte nach der Kurzlebigkeit seiner Popstars-Gewinner offenbar ein Castingshow-Image-Problem. Die letzte Band LaVive gab es nur vier Monate. Bei dem vorigen Duo Some & Any waren es offiziell sechs Monate laut wikipedia.de. Etwas Neues musste her. Da bot sich das neue Format aus dem Hause Endemol an: „The Voice“. Neben den Niederlanden feierte es jüngst große Erfolge in den Staaten, als Pop-Giganten wie Adam Levine, Christina Aguilera, Ceelo Green und Western-Sänger Blake Shelton auf der Suche nach einer einzigartigen Stimme waren. Hierzulande suchen Xavier Naidoo, Nena, The BossHoss und Rea Garvey nach DER Stimme des Landes. Es soll dem Konzept nach wirklich um die Stimme gehen. Daher hören die Juroren am Anfang nur den Gesang desjenigen und entscheiden sich dann, ob sie ihn in ihrem Team haben wollen, ohne ihn vorher

umfrage

gesehen zu haben. Seltsamerweise treten dann Kandidaten innerhalb eines Teams in sogenannten „Battles“ gegeneinander an und der jeweilige Coach wählt einen der Beiden in die nächste Runde. Auffällig dabei ist, dass die meisten Kandidaten von „The Voice“ außergewöhnlich gute Stimmen haben und es bleibt die Frage im Raum, ob diese in anderen Castingshows nicht weiter gelassen oder diese extra für „The Voice“ angeworben wurden. Denn eines ist klar: Fast alle Kandidaten sind keine Unbekannten. Die Meisten sind bereits professionelle Sänger und singen auf Musical-Bühnen, in Coverbands, Vocalgroups oder sind ehemalige Kandidaten alter Castingshows.

Heute startet nun die neue Staffel DSDS auf dem begehrten Sendeplatz am Samstagabend. Sie nimmt es mit „The Voice“ am Donnerstag- und Freitagabend auf ProSieben und Sat.1 auf. Welche Show wird das Rennen machen und wessen Sieger wird sich tatsächlich im Showgeschäft etablieren?
Bildquelle: © stock.xchng, © flickr.com/hiddedevries
autor
23. Mai 2012 21:41 Uhr