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TV

Privatsender wollen Gebühren erheben

dinnqs. bumms.
3. November 2009 19:45 Uhr
219 Kommentare
Bis 2014 wollen die Privatsender unabhängiger vom Werbemarkt werden und auf ein Pay-TV-Modell umsteigen. Das heißt, dass man in der Zukunft auch für die Privatsender Sat1, Pro7 und Kabel1 bezahlen muss.
Bis jetzt finanzierten sich die öffentlich-rechtlichen mit den GEZ-Gebühren und wenn man Sendungen im Privatfernsehen sehen wollte, wurde man mit Werbung "bestraft". Aber das soll sich schon bald ändern, sagt der Sat1-Pro7 Vorsitzende Thomas Ebeling dem "Handelsblatt". Der Konzern hat vor, für die bisher frei empfangbaren Privatsender eine Nutzungsgebühr zu verlangen. "Für die Zukunftsfähigkeit des Konzerns ist es enorm wichtig, dass wir Beziehungen zu den Endkunden aufbauen, etwa über Pay-TV, Video-on-Demand oder andere Geschäftsmodelle", sagte Ebeling.
Das bedeutet jedoch nicht, dass die Privatsender von heute auf morgen auf das Pay-TV-Modell umgestellt werden sollen, sondern Ebeling sprach lediglich über die Zukunft des Werbefernsehens und wie es möglich wäre, zusätzliche Erlöse zu erwirtschaften.
"Alle Erlösströme müssen erschlossen werden!"
Dieser Meinung ist nicht nur Ebeling, sondern auch verschiedene Medienexperten: "Wachstum kann heute nicht mehr aus dem Werbemarkt allein kommen. Alle Erlösströme inklusive Endkunden-Abo und Einmalzahlungen müssen erschlossen werden.", so Niko Steingrauß.
Das Prinzip soll sein: Gebühren für die Sendungen zu erheben, auf die die Zuschauer auf keinen Fall verzichten wollen.
Dem Konzern bleibt wohl wahrscheinlich nichts anderes übrig, als die Kosten zu reduzieren und alle Einkommensquellen auszuschöpfen, denn Sat1-Pro7 leidet unter einem erheblichen Schuldenberg. Doch auf den nervenden Werbeblöcken werden wir wohl trotzdem sitzen bleiben.
Bildquelle: © stock.xchng
redakteur
23. Mai 2012 21:24 Uhr