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Heute: Die nackte Kanone

Kai J.
9. September 2009 08:12 Uhr
70 Kommentare
Wenn bei einer Hausdurchsuchung das komplette Apartment zu Bruch geht oder ein kleines "Rausschwängeln" mal wieder eine Pressekonferenz unterbricht, dann ist Lieutenant Frank Drebin nicht weit. Dieser blüht geradezu in "Die nackte Kanone", die momentan wieder auf Kabel 1 zu sehen ist, so richtig auf.
Wer einen Humor besitzt, dem nichts zu skurril oder abwegig ist, der ist bei der Trilogie der "nackten Kanone" auf der sicheren Seite. Diese Filme glänzen nur so mit Parodien, Slapstick-Gags (durch Gestik erzeugte Komik) und purem Unsinn. Schon gut 20 Jahre ist es her, als der erste Teil der Filmserie das Licht der Welt erblickte. Leslie Nielsen in der Rolle als Lieutenant Frank Drebin entführt den Zuschauer dabei in die finsteren Gassen der Kriminalität, die allerdings – wie jedem sehr schnell bewusst wird – voller Pannen und Albernheiten steckt. Die nackte Kanone ist nicht einfach nur ein Film. Sie ist eine Klasse für sich.



Die Story des ersten Teils gestaltet sich folgendermaßen: Nachdem Drebins Kollege Nordberg bei einer Drogenfahndung schwer verletzt wurde, setzt Drebin alles daran, den Übeltäter ausfindig zu machen. Schon bald führt ihn seine Spur zu Vincent Ludwig, einem der angesehensten Männer der Stadt, der allerdings ein viel größeres Vorhaben hat als angenommen: Während der Besuchszeit der britischen Königin Elisabeth II in Los Angeles plant er ein Attentat auf dieselbige.

Der erste Teil lief letzten Mittwoch, "Die nackte Kanone 2½" ist heute, am 9. und "Die nackte Kanone 33⅓" am 16. September um 20:15 Uhr auf Kabel 1 zu sehen.
Drebin versucht mit allen Mitteln, sich mehr Beweismaterial zu beschaffen und verstrickt sich damit ungewollt in Probleme, bis er laut Stadt selbst zum Problem und suspendiert wird. Schließlich deckt die Sekretärin von Vincent Ludwig, Jane Spencer (Priscilla Presley), dessen Plan auf und Drebin versucht nun, trotz Suspendierung, das Attentat zu verhindern, das in einem Baseballstadion ausgeübt werden soll. Da er jedoch nur weiß, dass Ludwig einen Spieler manipuliert hat, der die Königin erschießen soll, bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich in das Spiel unerkannt einzumischen, um sich an den Täter - im wahrsten Sinne des Wortes - heranzutasten.

Jede Szene ist dabei mit unzähligen Späßen gefüllt. Beispielweise bietet Ludwig Drebin bei einem Gespräch Zigarren an und fragt "Kubaner?", worauf Drebin antwortet: "Nein, Halbire. Mein Vater stammt aus Wales." Oft entsteht dieser Humor aus einer Reihe von Missverständnissen oder Parodien auf andere Filme, der durch die Gestik der Schauspieler noch perfektioniert wird. Dieses Muster ist nicht nur im ersten, sondern auch im zweiten (Die nackte Kanone 2½) und dritten Teil (Die nackte Kanone 33⅓) stets vorhanden.



Die Gags besitzen zwar kein hohes Niveau, aber jeder, der diesen Film noch nicht kennt, sollte das Risiko eingehen, ihn sich zumindest einmal anzusehen, denn: "Man geht schon ein Risiko ein, wenn man morgens aufsteht, über die Straße geht und sein Gesicht in einen Ventilator steckt."
Bildquelle: © United International Pictures
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redakteur
23. Mai 2012 21:03 Uhr