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Sport

WM 2010 - eine WM der Exoten?

Christopher G.
6. Oktober 2009 06:00 Uhr
136 Kommentare
Allem Anschein nach wird die Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika ein Wettbewerb, geprägt von exotischen Teams. Während sich die Außenseiter nach und nach die Tickets zum größten Fußballevent sichern, stolpern einige Favoriten schon in der Qualifikation.
Europa

Hier konnten sich einige Favoriten, die bislang als Anwärter auf den Titel galten, nicht in ihrer Gruppe durchsetzen. In Gruppe eins verwies Dänemark, zwei Spiele vor dem Ende derQualifikation, starke Schweden und den WM-Favoriten Portugal auf die Plätze zwei und drei. Selbst Ungarn besitzt in dieser Gruppe noch eine (winzige) Chance auf die WM-Endrunde. In Gruppe zwei setzte sich die Schweiz ab und überlässt dem einstigen Europameister Griechenland den Kampf um Platz zwei gegen Lettland und Israel. Völlig überraschend hat sich auch die Slowakei zu diesem relativ frühen Zeitpunkt theoretisch schon qualifiziert. Derzeit streiten sich Slowenien und Nordirland um den begehrten Relegationsplatz, während sich Polen und der Geheimtipp Tschechien weit unten in der Tabelle der Gruppe drei wiederfinden. Die "Deutschland-Gruppe" hat sich so entwickelt, wie es die meisten vermutet hatten.
Die Deutsche Elf steht vor Russland und kämpft um den Gruppensieg. Auch in Gruppe fünf und sechs konnten sich die Favoriten (Spanien und England) souverän behaupten. Lediglich Bosnien-Herzegowina stellt eine Überraschung dar, da sie im Moment vor der Türkei und Belgien auf Rang zwei der Gruppe fünf stehen Frankreich muss derzeit noch in Gruppe sieben bangen, aber mit einem Sieg gegen die Färöer-Inseln sind sie sicher auf dem Relegationsplatz. Serbien führt diese Gruppe an. Die eigentlich starken Rumänen können sich nicht mehr qualifizieren. In den letzten beiden Gruppen konnten sich die Top-Teams Italien und die Niederlande deutlich absetzen. Verfolger wie Irland, Schottland und Norwegen wurden auf die Ränge verwiesen.


Nordamerika

Mit einem dünnen Vorsprung haben sich die favorisierten Teams aus den USA und Mexiko auf die ersten beiden Plätze gerettet. Dicht im Nacken lauern allerdings der krasse Außenseiter Honduras und die durchaus gefährlichen Costa Ricaner.


Südamerika

Brasilien konnte sich schon relativ früh für die WM-Endrunde qualifizieren. Paraguay ist souverän auf dem zweiten Platz. Doch dann wird es bunt. Die in den letzten Jahren schwachen Chilenen haben den dritten Platz mit einem Drei-Punkte-Vorsprung vor Ecuador inne, während sich der Titelanwärter Argentinien mit Uruguay, Kolumbien und sogar dem sonst unbeachteten Venezuela um die Relegation streitet.


Afrika

In Afrika schien vor allem am Anfang einiges anders zu verlaufen. Teams wie Gabun, Sambia oder Burkina Faso starteten außergewöhnlich gut und ließen Top-Mannschaften wie Kamerun oder Marokko hinter sich. Im Laufe der Qualifikation allerdings konnten die meisten Favoriten punkten und einige Außenseiter wurden durchgereicht. Trotzdem werden höchstwahrscheinlich die Teams aus Marokko, Ägypten oder auch die "Super Eagles" aus Nigeria zuhause bleiben müssen. Dafür sind Algerien und auch Ghana und die Elfenbeinküste fast schon durch.


Asien

In Asien qualifizierten sich die Favoriten Japan, Südkorea und Australien erwartungsgemäß für die WM. Allerdings rechnete fast niemand mit der Endrunden-Teilnahme von Nordkorea.

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Ebenso überraschend kam das Aus des Iran und Saudi-Arabiens und das damit verbundene Weiterkommen von Bahrain. Dieses Team muss nur noch gegen Neuseeland gewinnen, um bei der Endrunde vertreten zu sein.


Fazit: Einige Favoriten konnten sich zwar durchsetzen, aber wenn es hart auf hart kommt, werden eingefleischte WM-Teams wie Argentinien, Portugal, Nigeria oder Tschechien nicht bei der Endrunde dabei sein. Anstelle von diesen Mannschaften lesen wir dann Namen wie Honduras, Slowakei, Bosnien-Herzegowina, Algerien, Nordkorea oder Chile.


Eines steht fest: Die WM 2010 wird sehr bunt und wir können uns auf ein spannendes Turnier mit großen Mannschaften und kleinen Stolpersteinen freuen.
Bildquelle: © stock.xhng
redakteur
23. Mai 2012 12:04 Uhr