Sport
WM 2010 - eine WM der Exoten?
Christopher G.
6. Oktober 2009 06:00 Uhr
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Allem Anschein nach wird die Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika ein Wettbewerb, geprägt von exotischen Teams. Während sich die Außenseiter nach und nach die Tickets zum größten Fußballevent sichern, stolpern einige Favoriten schon in der Qualifikation.
Europa
Hier konnten sich einige Favoriten, die bislang als Anwärter auf den Titel galten, nicht in ihrer Gruppe durchsetzen. In Gruppe eins verwies Dänemark, zwei Spiele vor dem Ende derQualifikation, starke Schweden und den WM-Favoriten Portugal auf die Plätze zwei und drei. Selbst Ungarn besitzt in dieser Gruppe noch eine (winzige) Chance auf die WM-Endrunde. In Gruppe zwei setzte sich die Schweiz ab und überlässt dem einstigen Europameister Griechenland den Kampf um Platz zwei gegen Lettland und Israel. Völlig überraschend hat sich auch die Slowakei zu diesem relativ frühen Zeitpunkt theoretisch schon qualifiziert. Derzeit streiten sich Slowenien und Nordirland um den begehrten Relegationsplatz, während sich Polen und der Geheimtipp Tschechien weit unten in der Tabelle der Gruppe drei wiederfinden. Die "Deutschland-Gruppe" hat sich so entwickelt, wie es die meisten vermutet hatten.

Nordamerika
Mit einem dünnen Vorsprung haben sich die favorisierten Teams aus den USA und Mexiko auf die ersten beiden Plätze gerettet. Dicht im Nacken lauern allerdings der krasse Außenseiter Honduras und die durchaus gefährlichen Costa Ricaner.
Südamerika
Brasilien konnte sich schon relativ früh für die WM-Endrunde qualifizieren. Paraguay ist souverän auf dem zweiten Platz. Doch dann wird es bunt. Die in den letzten Jahren schwachen Chilenen haben den dritten Platz mit einem Drei-Punkte-Vorsprung vor Ecuador inne, während sich der Titelanwärter Argentinien mit Uruguay, Kolumbien und sogar dem sonst unbeachteten Venezuela um die Relegation streitet.
Afrika
In Afrika schien vor allem am Anfang einiges anders zu verlaufen. Teams wie Gabun, Sambia oder Burkina Faso starteten außergewöhnlich gut und ließen Top-Mannschaften wie Kamerun oder Marokko hinter sich. Im Laufe der Qualifikation allerdings konnten die meisten Favoriten punkten und einige Außenseiter wurden durchgereicht. Trotzdem werden höchstwahrscheinlich die Teams aus Marokko, Ägypten oder auch die "Super Eagles" aus Nigeria zuhause bleiben müssen. Dafür sind Algerien und auch Ghana und die Elfenbeinküste fast schon durch.
Asien
In Asien qualifizierten sich die Favoriten Japan, Südkorea und Australien erwartungsgemäß für die WM. Allerdings rechnete fast niemand mit der Endrunden-Teilnahme von Nordkorea.
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Fazit: Einige Favoriten konnten sich zwar durchsetzen, aber wenn es hart auf hart kommt, werden eingefleischte WM-Teams wie Argentinien, Portugal, Nigeria oder Tschechien nicht bei der Endrunde dabei sein. Anstelle von diesen Mannschaften lesen wir dann Namen wie Honduras, Slowakei, Bosnien-Herzegowina, Algerien, Nordkorea oder Chile.
Eines steht fest: Die WM 2010 wird sehr bunt und wir können uns auf ein spannendes Turnier mit großen Mannschaften und kleinen Stolpersteinen freuen.
Bildquelle: © stock.xhng
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