login
 
profil
 
neues von...
 
antworten auf...
 
leserschaft
 
einstellungen
 
artikel schreiben
 
Sport

Verspielt Löw seinen Trainerposten?

Benjamin Marten
7. Februar 2010 12:19 Uhr
149 Kommentare
Nach der geplatzen Vertragsverlängerung der Trainerspitze gibt es nun gehörigen Ärger im DFB-Team. Löw und Bierhoff fordern mehr Gehalt sowie höhere Kompetenzen. Beckenbauer zeigt Unverständnis.
Eigendlich stand alles schon fest: die Verlängerung von Jogi Löw und Oliver Bierhoff bis zur EM
2012 schien Ende letzten Jahres schon in trockenen Tüchern zu sein. Nun wurde bekannt, dass man doch zu keiner Einigung kam. Damit wurden die Vertragsverhandlungen vorerst bis nach der Weltmeisterschaft dieses Jahres in Südafrika ausgesetzt.


Stockende Verhandlungen

Ins Stolpern kamen die Verhandlungen mit Löw und Bierhoff, als diese angeblich eine Bonuszahlung von einem Jahresgehalt forderten. Darüber hinaus forderte Bierhoff ein Veto-Recht bei der Besetzung des Bundestrainerpostens. Auch das nach wie vor gestörte Verhältniss zwischen Manager Bierhoff und dem neuen Sportdirektor Mathias Sammer belastet eine entsprechende Einigung. Das Problem bestehe darin, dass die Kompetenzfragen der beiden Ämter nicht ausreichend geklärt seien und sich so überschneiden. Denn auch Sammer fordert mehr Kompetenzen ein. Er verlangt die Zuständigkeit für alle Nachwuchsmannschaften und am liebsten auch Mitspracherecht bei der DFB-Auswahl. Ein Machtwort in diesem Streit könnte maximal Theo Zwanziger sprechen, danach sieht es aber im Moment nicht aus.



Beckenbauer über die Situation

Auch Franz Beckenbauer äußert Unverständnis über diese Streitigkeiten: "Ja, wollen die denn den DFB übernehmen? Die haben doch sowieso schon alle guten Verträge. Wollen die denn Kompetenzen, die nur dem Präsidium zustehen? So geht es nicht!", wird er von der Sportseite sport1.de zitiert. Gegenüber der Bildzeitung deutete er an, dass eine Einigung nur möglich wäre, "wenn sich die Löw/Bierhoff-Seite bewegt".


Löw kritisiert Zwanziger

Löw hingegen, der sich lange in Zurückhaltung übte, äußerte nun auch direkte Kritik an Theo Zwanziger. Angeblich habe dieser Löw und Bierhoff unter Druck gesetzt. Statt des Jahresgehaltes setzte der Sportbund den beiden ein Ultimatum von 48 Stunden über einen Vorschlag von 5-8% Gehaltserhöhung. Dies wurde jedoch abgelehnt.


Fraglich ist nun, ob Löw bis zur Weltmeisterschaft dieses Jahres überhaupt im Amt bleiben wird. Sollte die Nationalmannschaft im nächsten Länderspiel gegen Argentinien verlieren, droht eine verschärfte Trainerdiskussion, die auch Bierhoffs Posten fordern kann.
Bildquelle: © flickr.com/drumecho, © commons.wikimedia.org/RedPiranha
23. Mai 2012 11:58 Uhr