Sport
Uli Hoeneß mal anders
Tobi Paul
20. September 2009 15:37 Uhr
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Uli Hoeneß ist kein Liebling der Liga. Doch vor dem Spiel seiner Bayern gegen den 1. FC Nürnberg zeigte Hoeneß einmal mehr seine menschliche Seite, als er eine Rede zu Ehren Dominik Brunners, der letzte Woche an der Münchner S-Bahn Station Solln ermordet worden war, hielt.
So hat man den Manager der Bayern selten erlebt. Vor dem Anpfiff des bayerischen Derbys des FC Bayern gegen den 1. FC Nürnberg gedachte die ausverkaufte Allianz-Arena dem ermordeten Dominik Brunner. Zusätzlich richtete sich Uli Hoeneß noch mit einer kleinen Rede an die anwesenden Fans. Unglaublich erfasst von dieser Gräueltat, die sich letzte Woche zugetragen hatte, ehrte er den 50-jähringen Verstorbenen:„Wir verneigen uns vor einem Menschen, der sein Leben gegeben hat, um andere, in dem Fall junge Menschen, zu schützen.“ Brunner als Vorbild
Doch würdigte Hoeneß nicht nur Brunner und seine Tat, sondern appellierte auch noch an die Courage der Anwesenden: „Jeder kann in die Situation kommen, dass er Hilfe benötigt und dann wären wir froh, wenn jemand wie Dominik Brunner helfen würde. Deshalb ist er für uns ein Vorbild für Zivilcourage und praktizierter Nächstenliebe.“ Während dieser Rede und der Schweigeminute, die für den 50-Jährigen gehalten wurde, war ein Bild Brunners auf der Anzeigetafel der Arena zu sehen. Diese Rede von Uli Hoeneß dürfte viele Fußballfans anders von dem sonst äußerst unbeliebten Manager denken lassen. Die Spieler beider Vereine spielten mit Trauerflor.
Am 12. September wurden vier Kinder von zwei Jugendlichen an einem S-Bahnhof bedroht, woraufhin Dominik Brunner einschritt und die Polizei alarmierte. Kurz darauf schlugen ihn die Jugendlichen an der S-Bahn Station Solln nieder und begannen auf den wehrlosen Mann einzutreten, bis dieser leblos liegen blieb. Die von Brunner gerufenen Polizisten nahmen die Täter noch an der Station fest.
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