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Sport

Sven Kramer: "Was für ein Arschloch"

Julian Müller
2. März 2010 11:03 Uhr
138 Kommentare
Kein Gold trotz Bestzeit. Zur Erinnerung: Bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver hatte Trainer Gerard Kremker seinen Schützling Sven Kramer auf die falsche Bahn geleitet. Der anfängliche Jubel hinter der Ziellinie wich hochgekochten Emotionen. Nun will Kramer seinen Trainer ersetzen.
Sven Kramer: "Verdammt noch mal, was für ein Arschloch. Ich bin stinksauer auf meinen Coach" (spiegel.de). Harte Worte nach sichergeglaubtem Gold (newspoint erstattete Bericht).



Wie sportal.de berichtet, wird Eisschnellläufer Sven Kramer ab der kommenden Saison nicht mehr von Coach Gerad Kremker betreut. "Geh nach innen...", hörte Kramer seinen Trainer auf der jagt nach Goldmedaille Nummer zwei vom Seitenrand her nur rufen. "Er weist mich in die falsche Kurve, das hat er vorher noch nie gemacht. Deshalb dachte ich, er lag richtig", erklärte Kramer auf spiegel.de nach dem Wettlauf auf Eis.

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Doch bedauerlicherweise lag Kremker falsch. Aufgrund der verkehrten Zuweisung wurde Kramer disqualifiziert. Der Gold-Traum platzte mit einem Schlag. "Das Rennen lief eigentlich optimal, es war eines der besten meines Lebens", trauert Kramer auf spiegel.de seiner Bestzeit hinterher. Rund vier Sekunden lag der 12-malige Weltmeister vor Lee Seung-Hoon und überquerte im Goldrausch die Zielgerade. Aber anstelle von Gold bekam er nichts. "Ich übernehme die Verantwortung. Für mich stürzt eine Welt zusammen", äußerte sich Trainer Kremker über seinen schwerwiegenden Fehler (spiegel.de).

Nach heftigen Schimpfparolen seitens des Geschädigten fanden Kramer und Kremker aber schließlich zu einem anständigen Gespräch zusammen. Das Ergebnis: Ende März wird Kremker den niederländischen Eisschnellläufer zum letzten Mal als Trainer betreuen. Wie sportal.de berichtet, wird aber nicht nur der Trainerposten freigegeben. Auch Umstrukturierungen in anderen Bereichen sollen neuen Wind ins Team bringen.

"Wir müssen überlegen, wie es weitergeht und ob sich langfristig mit Blick auf Sotschi 2014 nicht etwas in unserer Zusammenarbeit ändern muss", rechtfertigt Kramer die Änderungen im Team nach den Olympischen Wettkämpfen in Vancouver (sportal.de).
Bildquelle: © commons.wikimedia.org/Bjarte Hetland
4. Februar 2012 19:03 Uhr