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Sport

Olympischer Wintersport: Snowboard

Sport Fachmann
9. Februar 2010 14:20 Uhr
35 Kommentare
Dies ist nun der dritte Teil der Serie in der Newspoint einige mehr oder weniger bekannte olympische Wintersportarten vorstellt. Thema des heutigen Artikels ist "Snowboard".
Was ist Snowboard?

Sownboard - auch Freestyle-Snowboard genannt - ist neben Freestyle-Skiing die zweite olympische Freestyledisziplin.



Welche Einzeldisziplinen gibt es?

Es gibt beim Snowboarden isgesamt sechs Teildisziplinen. Eine Inoffizielle, vier Freestyle und eine Disziplin mit direktem Vergleich.
Zuerst wird über die fünf Teildisziplinen mit Punktevergleich bzw. Juryentscheidung berichtet:

Big Air/ Straight Jump (Springen):
Die Sportler fahren über eine Schanze, welche allerdings etwas flacher als die beim Freestyle Skiing ist. Von den Punkterichtern werden fünf Bereiche bewertet: Style (Variation der Sprünge und Auftreten, d.h. führt ein Springer zwei Mal den gleichen Sprung aus, wird der Style mit 0 gewertet); Schwierigkeit; Höhe des Sprungs, Ausführung (wird mit den Stylepunkten zusammen angegeben) und Landung.

Half Pipe :
Die Athleten treten in einer "halben Röhre" gegeneinander an. Ein Fahrer versucht so viel Sprünge wie möglich zu machen, um so viele Punkte wie möglich zu bekommen. Bewertet wird bei dieser Disziplin: Schwierigkeit der Tricks, Ausführung, Style und Reihenfolge der Sprünge. Jeder Sprung wird einzeln bewertet. Die Half Pipe gilt als gefährlichste Wettbewerbsart.

Quarter Pipe:
Eine Quarter Pipe kann man sich wie eine halbe Half Pipe vorstellen. Das bedeutet, dass sie nur eine "Wand" hat, weshalb man auch nur einen Sprung machen kann. In Gegensatz zum Big Air wird allerdings wieder auf dem Absprunghügel gelandet. Der Winkel der Absprungstelle zum Boden beträgt genau 90°.

Slopestyle:
Beim Snowbord besteht das Skatepark ähnliche Gelände meist aus einem großen Sprung, mehreren kleinen Sprüngen und einigen Rails (Geländern).

Freeriding:
Ist eine inoffizielle Teildisziplin des Snowboardens. Hierbei versuchen die Athleten auf eine möglichst spektakuläre Art und Weise von einem Berg herunterzufahren. Erst am Wochenende fand in Frankreich die jährlich stattfindende WM statt.

Siegesfahrt von Shaun White 2006 in Turin


Disziplinen mit direktem Vergleich:

Snowboard Cross:
Dies ist auch eine Disziplin, die im K.O.-System veranstaltet wird. Pro Heat (Vorlauf) treten vier Sportler auf eine Piste, bestehend aus Sprüngen und Spitzkehren, an. Die ersten beiden eines jedes Heats kommen eine Runde weiter.

Parallel(-Riesen)slalom
Dies ist auch ein Wettbewerb, der im K.O.-System ausgetragen wird. Hier treten immer zwei Läufer gegeneinander an. Im ersten Durchgang einer jeder Runde starten die Fahrer zum gleichen Zeitpunkt, im Ziel wird dann der Abstand gemessen. Wird ein Sportler disqualifiziert, so wird der Abstand auf 1,5 Sekunden festgesetzt. Im zweiten Lauf wird dann auch in diesem Abstand gestartet. Der Fahrer, der im zweiten Lauf gewinnt, ist dann eine Runde weiter.

Und bei Olympia?:
Auch die Snowboarder starten in Cypress Mountain, wo jetzt der Schnee mit Helikoptern eingeflogen wird.
Sowohl im Frauen-, als auch im Männerbereich werden die Disziplinen Parallel-Riesenslalom, Snowboard Cross und Half Pipe ausgetragen.


Welche Chancen haben deutsch Sportler und wer sind die Favoriten?

Bei den Herren werden Pierre Vaultier (Frankreich), Benjamin Karl (Österreich) und Stefan Gimpl (Österreich) als Favoriten gezählt. Der deutsche David Speiser hat wohl nur minimale Chancen.
Bei den Frauen hat Deutschland vor allem im Parallel-Riesenslalom mit der 23-jährigen Amelie Kober Medaillenchancen. 2006 bereits gewann sie in Turin Silber in dieser Disziplin. Auch die Kanadierin Maëlle Ricker hat große Chancen. Ihr "Fachgebiet" ist allerdings der Snowboard Cross.
Bildquelle: © commons.wikimedia.com, © stock.xchng
redakteur
23. Mai 2012 11:42 Uhr