Sport
Olympischer Wintersport: Ski Freestyle
Sport Fachmann
8. Februar 2010 15:37 Uhr
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Bis zum Start der Olympischen Winterspiele am Freitag in Vancouver stellt Newspoint einige mehr oder weniger unbekannt Sportarten vor. Im zweiten Artikel zum Thema wird die Sportart "Ski Freestyle" vorgestellt.
Was ist Ski-Freestyle?
Ski-Freestyle, auch Freestyle-Skiing genannt, ist eigentlich eine der drei Unterdisziplinen des Winter-Freestyle-Sports. Neben dem Ski-Freestyle gibt es Snowboard-Freestyle (wird noch vorgestellt) und die nicht olympische Disziplin Ice-Cross- Downhill, besser bekannt als Red-Bull-Crashed-Ice.
Beim Ice-Cross-Downhill fahren je vier Sportler auf Schlittschuhen eine Bobbahn ähnliche "Eisrinne" hinunter. Die ersten beiden kommen in die nächste Runde. Dies geht solange, bis vier Fahrer fürs Finale gefunden sind. Im Januar fand im Olympiapark in München der erste Lauf der ersten Auflage der Red-Bull-Crashed-Weltmeisterschaft statt.
Beim Ski-Freestyle wird - wie der Name schon sagt - auf Alpinenskiern gefahren.
Welche Einzeldisziplinen gibt es?
Der Ursprung des Freestyle-Skiings liegt im alpinen Bereich. Der Riesenslalom-Olympiasieger Stein Eriksen gilt als Schöpfer des modernen Ski-Freestyle. Er entwickelte die Disziplin Buckelpiste.
Es gibt zum einen die Disziplinen mit Punktevergleich:
Aerials (z.dt. Springen):
Ein Sportler springt über eine fast senkrechte Schanze und führt dann Saltos, Drehung und Grätschen aus. Jeder Punktrichter bewertet den kompletten Sprung. Die Punkte werden anschließend mit den Schwierigkeitsfaktoren des Sprungs multipliziert. Pro Wettkampf springt jeder Springer zwei Mal.
Moguls (z.dt. Buckelpiste):
Die Sportler überfahren eine (meist) künstliche Buckelpiste mit zwei Sprüngen. Die Schanzen sind bei der Buckelpiste natürlich kleiner und auch nicht so steil wie beim Springen. Bis 2003 waren bei den Sprüngen Saltos verboten, da sie bei zu niedriger Sprunghöhe leicht zum Sturz führen können.
Bewertet wird die Geschwindigkeit/Fahrzeit (zu 25%), die Technik in den Buckeln (zu 50%) und die Ausführung der Sprünge (zu 25%).
Half Pipe:
Die Athleten fahren durch eine nach oben geöffnete "Röhre" und führen Tricks aus. Auch hier wird die Ausführung der Tricks von den Punktrichtern bewertet und mit dem Schwierigkeitsgrad multipliziert. Am Ende werden die Punkte der Sprünge addiert. Je nach Wettkampf gibt es eine maximal bewerte Menge an Sprüngen.
Slopestyle:
Ist ein Skatepark-ähnlicher Parcour mit Sprüngen und Rails (Gelängern) unterschiedlichster Ausführungen. Neben der Ausführung der Tricks wird auch die Kreativität bei der Variation der Elemente bewertet.
Big Air(z.dt. großer Sprung):
Wie der Name schon sagt, ist die Schanze beim Big Air größer als beim Aerials. Außerdem ist die Bewertung des Sprungs aufgeteilt. Fünf Punkterichter bewerten den Flug und die Ausführung, zwei bewerten die Landung.
Free-Downhill-Skiing:
Ist eine inoffizielle Teildisziplin des Freestyle-Skiings. Hierbei versuchen die Athleten auf eine möglichst spektakuläre Art und Weise von einem Berg herunterzufahren.
Disziplinen mit direktem Vergleich:
Ski Cross:
Dies ist eine Disziplin die im K.O.-System veranstaltet wird. Pro Heat (Vorlauf) treten vier Sportler auf einer Piste, bestehend aus Sprüngen, Bodenwellen und Spitzkehren, an. Die ersten beiden eines jeden Heats kommen eine Runde weiter.
Dual Moguls(z.dt. Parallel-Buckelpiste):
Dies ist eine recht veraltete Rennart. Zuerst treten die Wettkämpfer im normalen Buckelpisten- Modus an. Die besten 16 treten im Anschluss daran Kopf-an-Kopf gegeneinander an. Der Sieger kommt eine Runde weiter, der Verlierer scheidet aus. Seit 2003 wird Dual Moguls nur noch selten bei Weltcups, aber immer bei Weltmeisterschaften, veranstaltet.
Und bei Olympia?:
Austragungsort ist wie auch beim Snowboard-Freestyle Cypress Mountain. Momentan herrscht dort noch eine Schneedürre, aber man versucht alles, dass die Wettkämpfe dort stattfinden können.
Es werden zum ersten mal Ski-Cross-Wettbewerbe ausgetragen. Auch wieder dabei sind die normale Buckelpiste und das normale Springen (Aerials).
Welche Chancen haben deutsch Sportler und wer sind die Favoriten?
Der einzige Deutsche, der eine kleine Chancen hat, ist Simon Sickl. Dieser gewann bereits am 5. Januar einen Ski-Cross-Weltcuprennen in Österreich.
Als große Favoriten gelten die ersten drei des Gesamtweltcups. Jeder von ihnen führt in einer der drei Einzelweltcups. Anton Kuschnir (Weißrussland; 1. im Aerialsweltcup); Dale-Begg-Smith (Australien; 1. im Mogulsweltcup); Mike Schmid (Schweiz; 1. im Ski Crossweltcup).
Von den deutschen Frauen sollte man nicht so viel erwarten. Auch in der Frauenkonkurenz gibt es drei Favoriten: Li Nina (China; 1. im Aerialsweltcup); Jennifer Heil (Kanada; 1. im Mogulsweltcup) und Ophélie David (Frankreich; 1. im Ski Crossweltcup).
Ski-Freestyle, auch Freestyle-Skiing genannt, ist eigentlich eine der drei Unterdisziplinen des Winter-Freestyle-Sports. Neben dem Ski-Freestyle gibt es Snowboard-Freestyle (wird noch vorgestellt) und die nicht olympische Disziplin Ice-Cross- Downhill, besser bekannt als Red-Bull-Crashed-Ice.
Beim Ice-Cross-Downhill fahren je vier Sportler auf Schlittschuhen eine Bobbahn ähnliche "Eisrinne" hinunter. Die ersten beiden kommen in die nächste Runde. Dies geht solange, bis vier Fahrer fürs Finale gefunden sind. Im Januar fand im Olympiapark in München der erste Lauf der ersten Auflage der Red-Bull-Crashed-Weltmeisterschaft statt.
Beim Ski-Freestyle wird - wie der Name schon sagt - auf Alpinenskiern gefahren.
Welche Einzeldisziplinen gibt es?
Der Ursprung des Freestyle-Skiings liegt im alpinen Bereich. Der Riesenslalom-Olympiasieger Stein Eriksen gilt als Schöpfer des modernen Ski-Freestyle. Er entwickelte die Disziplin Buckelpiste.
Es gibt zum einen die Disziplinen mit Punktevergleich:
Aerials (z.dt. Springen):
Ein Sportler springt über eine fast senkrechte Schanze und führt dann Saltos, Drehung und Grätschen aus. Jeder Punktrichter bewertet den kompletten Sprung. Die Punkte werden anschließend mit den Schwierigkeitsfaktoren des Sprungs multipliziert. Pro Wettkampf springt jeder Springer zwei Mal.
Moguls (z.dt. Buckelpiste):
Die Sportler überfahren eine (meist) künstliche Buckelpiste mit zwei Sprüngen. Die Schanzen sind bei der Buckelpiste natürlich kleiner und auch nicht so steil wie beim Springen. Bis 2003 waren bei den Sprüngen Saltos verboten, da sie bei zu niedriger Sprunghöhe leicht zum Sturz führen können.
Bewertet wird die Geschwindigkeit/Fahrzeit (zu 25%), die Technik in den Buckeln (zu 50%) und die Ausführung der Sprünge (zu 25%).
Half Pipe:
Die Athleten fahren durch eine nach oben geöffnete "Röhre" und führen Tricks aus. Auch hier wird die Ausführung der Tricks von den Punktrichtern bewertet und mit dem Schwierigkeitsgrad multipliziert. Am Ende werden die Punkte der Sprünge addiert. Je nach Wettkampf gibt es eine maximal bewerte Menge an Sprüngen.
Slopestyle:
Ist ein Skatepark-ähnlicher Parcour mit Sprüngen und Rails (Gelängern) unterschiedlichster Ausführungen. Neben der Ausführung der Tricks wird auch die Kreativität bei der Variation der Elemente bewertet.
Big Air(z.dt. großer Sprung):
Wie der Name schon sagt, ist die Schanze beim Big Air größer als beim Aerials. Außerdem ist die Bewertung des Sprungs aufgeteilt. Fünf Punkterichter bewerten den Flug und die Ausführung, zwei bewerten die Landung.
Free-Downhill-Skiing:
Ist eine inoffizielle Teildisziplin des Freestyle-Skiings. Hierbei versuchen die Athleten auf eine möglichst spektakuläre Art und Weise von einem Berg herunterzufahren.
Disziplinen mit direktem Vergleich:
Ski Cross:
Dies ist eine Disziplin die im K.O.-System veranstaltet wird. Pro Heat (Vorlauf) treten vier Sportler auf einer Piste, bestehend aus Sprüngen, Bodenwellen und Spitzkehren, an. Die ersten beiden eines jeden Heats kommen eine Runde weiter.
Dual Moguls(z.dt. Parallel-Buckelpiste):
Dies ist eine recht veraltete Rennart. Zuerst treten die Wettkämpfer im normalen Buckelpisten- Modus an. Die besten 16 treten im Anschluss daran Kopf-an-Kopf gegeneinander an. Der Sieger kommt eine Runde weiter, der Verlierer scheidet aus. Seit 2003 wird Dual Moguls nur noch selten bei Weltcups, aber immer bei Weltmeisterschaften, veranstaltet.
Und bei Olympia?:
Austragungsort ist wie auch beim Snowboard-Freestyle Cypress Mountain. Momentan herrscht dort noch eine Schneedürre, aber man versucht alles, dass die Wettkämpfe dort stattfinden können.
Es werden zum ersten mal Ski-Cross-Wettbewerbe ausgetragen. Auch wieder dabei sind die normale Buckelpiste und das normale Springen (Aerials).
Welche Chancen haben deutsch Sportler und wer sind die Favoriten?
Der einzige Deutsche, der eine kleine Chancen hat, ist Simon Sickl. Dieser gewann bereits am 5. Januar einen Ski-Cross-Weltcuprennen in Österreich.
Als große Favoriten gelten die ersten drei des Gesamtweltcups. Jeder von ihnen führt in einer der drei Einzelweltcups. Anton Kuschnir (Weißrussland; 1. im Aerialsweltcup); Dale-Begg-Smith (Australien; 1. im Mogulsweltcup); Mike Schmid (Schweiz; 1. im Ski Crossweltcup).
Von den deutschen Frauen sollte man nicht so viel erwarten. Auch in der Frauenkonkurenz gibt es drei Favoriten: Li Nina (China; 1. im Aerialsweltcup); Jennifer Heil (Kanada; 1. im Mogulsweltcup) und Ophélie David (Frankreich; 1. im Ski Crossweltcup).
Bildquelle: © commons.wikimedia.com
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