Sport
Olympische Winterspiele: Todesfall
Julian Müller
13. Februar 2010 12:01 Uhr
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Ein entsetzlicher Unfall überschattet die Olympischen Winterspiele in Vancouver. Sechs Stunden vor Beginn der Eröffnungsfeier stürzte der georgische Bobfahrer Nodar Kumaritaschwili in den Tod. Experten kritisierten vorab die gefährliche Bahn. Doch auch nach dem Todesfall wird diese nicht gesperrt.

„Jetzt ist es Zeit zu trauern. Ich bin sprachlos. Ein junger Athlet hat sein Leben verloren, weil er seiner Leidenschaft nachging“, zitiert FOCUS-Online IOC-Präsident Jacques Rogge. Ebenfalls sichtlich betroffen äußerte sich John Furlong, der Chef des Olympischen Komitees von Vancouver zum tragischen Vorfall: „Ich bin so traurig. Mein Herz ist gebrochen. Mein Team ist am Boden zerstört.“
„Eigentlich dachte jeder von uns, die Bahn wäre sicher.“, so der Sportdirektor des Bob- und Schlittenverbands für Deutschland Thomas Schwab, und es hört sich beinahe wie eine Rechtfertigung an. Denn Sicher war die Bahn nicht. Experten äußerten sich skeptisch, doch sämtliche Ratschläge wurden überhört.
Doch wie kam es zu diesem tragischen Unfall? Es war die letzte Kurve der 1374 Meter langen Bahn, die Kumaritaschwili zum Verhängnis wurde. Mit einer Geschwindigkeit von 144,3 km/h raste der Bobfahrer
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Trotz des tragischen Unfalls werden die Rodelrennen stattfinden. Mit einer erhöhten Bande nach der Unfallkurve glaubt man, das Risiko auf einen ähnlichen Vorfall gesenkt zu haben.
Seit den Olympischen Winterspielen von 1924 ist Nodar Kumaritaschwili der Zweite, der sein Leben bei der Ausführung seines Sports verlor.
Der Präsident des Bob- und Schlittenverbandes Andreas Trautvetter zeigte sich gegenüber Bild.de fassungslos über die planmäßige Ausführung des Rodelsports auf der Unglücksbahn: „Das finde ich dem Toten gegenüber absolut pietätlos.“
Bildquelle: © stock.xchng
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