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Sport

Karate - Was diesen Sport ausmacht II

Eßi aka Gamer
18. August 2009 12:01 Uhr
163 Kommentare
Karate ist eine tiefgründige und komplexe Kampfsportart. Obwohl es bereits einen Artikel zum Thema Karate gab, wäre es töricht zu behaupten, der Stoff könne nach ein paar weiteren Zeilen abgehandelt sein. Man muss diesen Sport selbst betreiben, um ihn annähernd kennen zu lernen.
Mit diesem Artikel soll dem Leser ein wenig Theorie nähergebracht werden. Karate stärkt das Selbstbewusstsein. Sie formt den Sportler und beeinträchtigt seine Entwicklung, vorrausgesetzt man gibts sich der Sportart über mehrere Jahre hin. Mit viel Training, Fleiß und Zeit kann man den Sport kennenlernen, und an seinen Leistungen wachsen.

Die Gürtel
Im Karate gibt es verschiedene Gürtelstufen, welche vom 9. Kyu bis zum 9. Dan reichen. (Einige Stile, beispielsweise der Stil Shotokan, reichen allerdings nicht bis zum 9. Dan):
9. Kyu = weiß
8. Kyu = gelb
7. Kyu = orange
6. Kyu = grün
5. Kyu = blau*
4. Kyu = blau*
3. Kyu = braun
2. Kyu = braun
1. Kyu = braun
1. Dan (aufwärts) = schwarz

*in verschiedenen Vereinen auch blau/violett o.ä.

Die verschieden Stufen beinhalten immer schwieriger werdende Techniken und Abläufe. Techniken benötigen immer mehr Explosivität und Perfektion.
Die Meistergrade benötigen absolute Perfektion. Der Satz in der Prüfungsverordnung der DKV , "Dan sein heißt, Vorbild sein!" trifft den Nagel auf den Kopf. Alle anderen Schüler lernen vom Meister, also muss er die Techniken perfekt beherrschen.

Die Techniken
Beim Karate werden sowohl Faust- und Handkantenschläge als auch verschiedene Tritte angewendet. Auch gibt es verschiedene Stellungen. Bestimmte Techniken sind durch einen bestimmten Stand ausgezeichnet, wie beispielsweise der Kokutsudachi und der Shoto-Uke. Dies ist ein Stand mit einem fast durchgestreckten Vorderbein und stark gebeugten Hinterbein. Der Shoto-Uke ist eine Handkantenabwehr, von innen nach außen.
Wichtig ist immer ein tiefer Stand, saubere, schnelle Techniken sowie Kenntnis darüber, was diese Technik im Kampf bringt. Man kämpft immer gegen einen geistigen Gegner.



Die Disziplinen
Es gibt zum einen die Kata, zum anderen das Kumite und das Kata-Bunkai.
Die Kata ist ein bestimmter Ablauf von Techniken, jede Kata hat einen Namen. Umso fortgeschrittener der Gürtel, desto schwieriger, länger und anstrengender die Kata. Einzelne Techniken verschmelzen zu einem Ablauf.

Beim Kata-Bunkai wird die Kata im Kampf mit Gegnern erklärt, jede Technik wird praktisch im Gegner angewendet. In manchen Vereinen wird Anfängern ein Bunkai vorgeführt, damit sie die Kata verstehen.

Das Kumite ist das Kämpfen zweier Gegner. In einer bestimmten Zeit muss der Teilnehmer versuchen, durch Treffer Punkte zu erzielen und am Ende mehr Punkte als der Gegner zu haben. Einige Treffer bringt einen Punkt, jedoch gibt es auch zwei- oder drei- Punkte-Treffer, beispielsweise ein Tritt zum Kopf. Man darf den Gegner jedoch höchstens leicht berühren, da in Wettkämpfen die Disziplin Leichtkontakt verwendet wird. Bei regelwidrigem Kampfverhalten gibt es erst eine Verwarnung, dann eine Verwarnung plus Punkt für den Gegner und danach erfolgt die Disqualifikation.

Was einem Karateker am besten gefällt, bleibt ihm überlassen. Doch eins ist sicher: Wer am Ball bleibt, kann seine Ziele erreichen.
Bildquelle: © http://www.flickr.com/photos/mricon/2150175914/, © http://www.flickr.com/photos/mikebaird/3823658879/, © stock.xchng
redakteur
9. Februar 2012 00:37 Uhr