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Sport
Girondins Bordeaux
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Fußball
CL Gruppenphase 3. Spieltag
Mi. 21.10. 20:45
2:1
FC Bayern München
In den letzten 21 Spielen der Ligue 1 konnte sich der französische Topclub FC Girondins de Boreaux satte 19 Mal als Sieger behaupten. Die beiden Niederlagen aus den letzten Spielen gegen Saint-Etienne und AJ Auxerre stellten nur einen kleinen Kratzer an ihrer beachtlichen Erfolgsserie dar.
Nichtsdestotrotz bleute Trainer Laurent Blanc seinem Team vor dem Spiel gegen die Bayern ein, wieder mehr Leistung zu zeigen. Auf der Gegenseite scharrten die verletzungsgeschwächten Münchener mit ihren Hufen. Ribéry, der Bordeaux beinahe wie seine linke Westentasche kennt, sowie Braafheid und Robben, der ursprünglich heute wieder einsatzbereit sein sollte, fielen am Abend für das Champions League Gruppenspiel aus.

2:1: drei Tore durch Bordeaux
Um 20:45 Uhr pfiff der norwegische Unparteiische Hauge vor rund 34000 Zuschauern das Champions League auswärts Gruppenspiel der Bayern gegen Bordeaux an. Recht ausgeglichen in den Anfangsminuten ging es schon ab der fünften Minute richtig zur Sache. Nach einem Eckball für die Bayern schoss Ciani die Münchener versehentlich durch ein Eigentor in Führung. 0:1, schon nach der sechsten Minute. Aber davon ließen sich die Franzosen nicht beirren. Zwei Minuten später starteten sie den ersten nennenswerten Gegenangriff, der aber harmlos verpuffte. Youngstar Thomas Müller ging nach einer knappen Viertelstunde mit etwas zu viel Elan in einen Zweikampf und kassierte deshalb die gelbe Karte (13.).
Nach einer knappen halben Stunde hatte sich das Spiel langsam eingependelt. Beide Mannschaften hatten in etwa ihren Rhythmus gefunden. Man nahm sich den Ball ab und versuchte, in die Nähe des gegnerischen Strafraumes zu kommen. Aus dem Spiel heraus gelang dies sowohl auf deutscher, als auch auf französischer Seite nicht allzu oft. Lediglich Standartsituationen stellten gute Torchancen dar. So wie der Eckball für Bordeaux in der 29. Minute. Der Ball flog hoch in ein kaum überschaubares Fußballergetümmel im bayerischen Strafraum hinein und schien für den Bruchteil einer Sekunde unsichtbar geworden zu sein. Die Gelegenheit für Ciani, das Eigentor aus der sechsten Minute vergessen zu machen. Mit der Hacke erzielte er für seine Mannschaft den Ausgleich. Wohl ein Glückstreffer, aber ein wahrer Augenschmaus. Das konnten die Bayern nicht auf sich sitzen lassen.
Der verbissene Müller kassierte eine Minute nach dem Ausgleich seine zweite gelbe Karte des Spiels: das Resultat war der Platzverweis. Die Bayern mussten ab nun in der Unterzahl ran. Die Situation schien bis fünf Minuten vor der Pause unter Kontrolle zu sein, bis van Bommel einen Freistoß verursachte. Dieser war die Ausgangslage für ein bayerisches Geschenk an die Franzosen. Planus konnte so seine Mannschaft noch vor der Pause in Führung bringen. Zur Halbzeitpause stand es 2:1 für Bordeaux.

Elfmeterkiller Butt: Protagonist einer bizarren zweiten Hälfte
Zu Beginn der zweiten Hälfte war Bordeaux, geht man nach dem prozentualen Ballbesitz, klar die dominierende Mannschaft. Das Fehlen des elften bayerischen Mannes, Thomas Müller, machte sich stark bemerkbar. Bayern München musste kämpferischer zu Werke gehen, sollten sie hier noch etwas drehen wollen. So kassierte Tymoshchuck in Minute 63 eine gelbe Karte. Man merkte förmlich, wie Bayern den Druck erhöhte.

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Wie ein Blitzschlag durchfuhr es sie folglich in der 65. Minute, als Bayernkeeper Butt einen Gegenspieler im eigenen Strafraum zu Fall brachte. Das Stadion tobte, Elfmeter. Das 3:1 für Bordeaux schien vorprogrammiert. Doch Butt vermochte, seinen Fehler wieder auszumergeln. Den überheblich geschossenen, fast schon gelupften Ball, konnte er parieren, der Nachschuss ging daneben. Nun hieß es erst einmal Aufatmen.
So stark Bordeauxkeeper Carrasso auf der Linie auch sein mag, in der 72. Minute schienen die Nerven mit ihm durchzugehen. Fast hatte er den Ausgleich auf sein Konto zu nehmen, ermöglichte er doch Luca Toni, die Kugel an den Pfosten seines Kastens zu knallen.
Gegen Schluss wendete sich das Blatt. Bordeaux nahm das Ruder in die eigene Hand. 15:3 Torschüsse für Bordeaux hieß es rund zehn Minuten vor Schluss.
Zum seltsamen Verlauf des bisherigen Spiels, gesellte sich in der 88. Minute ein weiterer Platzverweis, inklusive zweitem Elfmeter. Van Buyten zog im eigenen Strafraum die Notbremse und wurde mit Rot bestraft. Doch Butt hielt den Strafstoß erneut glänzend. Mächtig unter Druck, schwitzten die Bayern in der Endphase zu allem Überdruss nur noch zu neunt dem Ende entgegen. Und das kam. 2:1 für Bordeaux.

Bordeaux gewinnt verdient
Das Spiel am heutigen Abend war stark von Zufällen geprägt. Ein seltsames Spiel, gekennzeichnet, durch ein Eigentor, ein Hackentor, zwei Platzverweise sowie zwei Strafstößen und vielen unscheinbaren Situationen, meist Standartsituationen, die zu Torchancen und Toren führten. Tore schießen wollte scheinbar nur Bordeaux, sowohl für Kontrahent Bayern als auch für sich selbst. Alles in allem waren die Franzosen in den meisten Bereichen die stärkere Mannschaft und gewannen verdient mit 2:1.
Bildquelle: © stock.xchng
23. Mai 2012 11:25 Uhr